Übersäuerung beim Pferd
Übersäuerung beim Pferd
Die Übersäuerung ist ebenso wie bei uns Menschen, häufig im Veterinärbereich zu finden. Sobald Pferde ein auffälliges Verhalten wie z.B. Koppen, Weben, Bocken und auch übernervöses Verhalten aufzeigen, spricht man schon von massiven Charakterfehlern. Dass dies aber auch Symptome einer massiven Übersäuerung des Pferdes sein können, wird in der Regel nicht beachtet. Viele unserer Pferde sind schlicht und ergreifend einfach „sauer“.
Sobald Pferde auffällige Verhaltensmuster und Therapieresistenzen aufzeigen, sollte an eine chronische Übersäuerung des Gewebes gedacht werden.
Degenerative Gelenkserkrankungen wie z.B. Arthrosen, Hufrehe, Kreuzverschlag, rezidivierende Koliken, Leistungsabfall, Lustlosigkeit, chronischer Husten und auch Sommerekzeme, sowie Muskelverspannungen und Schmerzzustände können auf eine chronische Übersäuerung hinweisen.
Bei bereits stark übersäuerten Pferden bilden sich im Laufe der Zeit deutlich zu sehende Dellen im Fell, vergleichbar mit der bei uns bekannten Cellulite. Ursache hierfür ist die Ansammlung massiver Schlackenstoffe im Bindegewebe.
Säuren werden in der Regel durch den Darm ausgeschieden, wobei es zu deutlichen Durchfällen kommen kann. Das Blut befördert Säuren auf direktem Weg in die Lunge, von wo aus die Kohlensäure mit dem Atem als CO2 ausgeschieden wird. Die Nieren scheiden Säure über den Harn und die Schweißdrüsen über die Haut aus. Bis zu einer gewissen Grenze funktioniert also der Abtransport von Säuren durch den Organismus sehr gut. Kommt es aber zu einem massiven Überhang durch Säuren, kann sich der Körper nicht mehr auf natürliche Weise dieser entledigen und er fängt an, Säuren im Bindegewebe, in der Muskulatur , den Bändern und Sehnen und auch in den Gelenken zu deponieren. Daraus folgen Schmerzzustände und Verspannungen mit einhergehendem Abwehrverhalten und auch Störungen des vegetativen Nervensystems.
Säure kann Stresshormone auslösen, Abwehrsysteme aus dem Gleichgewicht bringen, Erregungszustände, Allergien und Ekzeme auslösen und Verdauungsprobleme verursachen.
Sorgen Sie für eine ausreichende Bewegung Ihres Pferdes an der frischen Luft, für eine artgerechte Haltung und Ernährung. Vermeiden Sie ein Zuviel an Eiweißen durch hohe Kraftfuttergaben. Arbeiten Sie Ihr Pferd nicht direkt vor oder nach den Mahlzeiten, da Muskelarbeit Basen verbraucht. Kontrollieren Sie regelmäßig durch einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker den Mineralstoff- und Elektrolythaushalt und erhalten so Ihr Pferd gesund und vital.
Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.










