Gehirnhautentzündung bei Kaninchen
Die Hirnhautentzündung (Encephalitozoon Cuniculi) beim Kaninchen ist eine, leider immer häufiger auftretende Krankheit unserer geliebten Nager. Ursache hierfür ist ein Befall durch den Erreger E. cuniculi. Hierbei handelt es sich um ein Protozoen. Dies sind einzellige, pilzartige Lebewesen, die sich in der Zelle der betroffenen Kaninchen einnisten. In erster Linie befällt der Parasit das zentrale Nervensystem, kann aber auch innere Organe wie Leber, Niere, Herz, Darm, Lunge und Augen in Mitleidenschaft ziehen.
Zu den Symptomen zählen:
Kopfschiefhaltung
Lähmungserscheinungen der Hinterhand
Fressunlust /Gewichtsverlust
Taubheit und Blindheit
Entzündungen mit Ausfluss von Nase und Augen
Anfälle und Ausfallserscheinungen
Eine Ausschlussdiagnostik sollte durch einen erfahrenen Tiertherapeuten durchgeführt werden, da es sich bei oben genannter Symptomatik auch um einen Schlaganfall, eine Mittelohrentzündung oder andere bakterielle oder virale Entzündungen handeln kann.
Sollten Sie ein oder auch mehrere Symptome bei Ihrem Kaninchen bemerken ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine schnellstmögliche Gabe von Antibiotika die die Blut-Hirnschranke passieren können ist nötig. Ihr Arzt wird dies mit einem Parasitenmittel und der Gabe von B-Vitaminen sinnvoll ergänzen um Nervenschäden vorzubeugen.
Da sich Kaninchen meist in einer Gruppe anstecken ist ein sauberer Stall, sowie die regelmäßige Kontrolle des Tierbestandes von Nöten.
Achten Sie auf eine einwandfreie, saubere Haltung der Tiere und versorgen Sie Ihre Kaninchen mit reichlich Frischfutter und Vitamin reicher Nahrung.
Eine präventive Versorgung mit Vitalpilzen ist gerade in der heißen Jahreszeit empfehlenswert.
Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.










