Fachinformation Coprinus
Bioaktive Inhaltsstoffe von Coprinus
comatus.
Wie alle Vitalpilze enthält Coprinus
eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung und liefert damit einen wichtigen nutritiven Beitrag in der täglichen Ernährung. Von therapeutischem Interesse sind der hohe Gehalt an Lektinen sowie das enthaltene L-Ergothionin. Als potentielle Wirkstruktur konnte vor kurzem in Coprinus
comatus das Polysaccharid Fucogalactan identifiziert werden.1
Die Wirkmechanismen der Coprinus
Inhaltsstoffe
Zellaktive Lektine
Lektine sind komplexe Proteine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden und dadurch in der Lage sind an den Zellmembranen anzudocken und von dort aus biochemische Reaktionen in der Zelle auszulösen. Lektine können verschiedene Stoffwechselvorgänge wie die Zellteilung, die ribosomale Proteinbiosynthese, die Agglutination von Zellen oder das Immunsystem beeinflussen. Eine vergleichende Untersuchung konnte zeigen, dass Coprinus
comatus die höchste Lektinaktivität unter den Speise- und Vitalpilzen aufweist2. Spezifische, noch nicht identifizierte Lektine könnten somit die Wirksubstanzen sein, die für die Erfolge in der traditionellen Anwendung verantwortlich zeichnen.
Antioxidatives L-Ergothionein
L-Ergothionein ist ebenfalls ein bioaktiver Inhaltsstoff von Speisepilzen3, über dessen genaue Funktionen im menschlichen Organismus jedoch noch Unklarheit herrscht. Im Tierversuch konnte eine starke antioxidative Schutzwirkung auf die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Zellmembranen dokumentiert werden4. Der protektive Effekt von Ergothionein wird ebenfalls auf seine antioxidativen Eigenschaften zurückgeführt5. Auch eine positive Beeinflussung von entzündungsfördernden Zytokinen wurde nachgewiesen6.
Antikanzerogen Effekte bei hormonabhängigen Tumoren
Neue Studien belegen, dass definierte Coprinus- Inhaltsstoffe in der Lage sind, die Rezeptorstellen für Sexualhormone an Tumorzellen zu blockieren. Damit können Zellaktivitäten von hormonabhängigen Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs beeinflusst werden7.
Präventiver und therapeutischer Einsatz:
Haupteinsatzgebiet von Coprinus
comatus ist die begleitende Diabetes- Therapie.
Im Tierversuch zeigen sich nach Coprinus- Gaben deutliche Verbesserungen der diabetischen Parameter wie Blutzuckerspiegel und Glukosetoleranz8. In früheren Untersuchungen wurde neben dem hypoglykämischen Effekt auch eine Veränderung des Gesamtstoffwechsels und eine daraus resultierende Gewichtsreduktion beobachtet9.
Der antidiabetische Effekt wird durch die hemmende Wirkung von Coprinus
comatus auf Glykosilierungsprozesse verstärkt10, wodurch sich ein Schutz vor diabetischen Spätfolgen wie Mikro- und Makroangiopathien ergeben könnte.
Wie alle Vitalpilze enthält Coprinus
Die Wirkmechanismen der Coprinus
Zellaktive Lektine
Lektine sind komplexe Proteine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden und dadurch in der Lage sind an den Zellmembranen anzudocken und von dort aus biochemische Reaktionen in der Zelle auszulösen. Lektine können verschiedene Stoffwechselvorgänge wie die Zellteilung, die ribosomale Proteinbiosynthese, die Agglutination von Zellen oder das Immunsystem beeinflussen. Eine vergleichende Untersuchung konnte zeigen, dass Coprinus
Antioxidatives L-Ergothionein
L-Ergothionein ist ebenfalls ein bioaktiver Inhaltsstoff von Speisepilzen3, über dessen genaue Funktionen im menschlichen Organismus jedoch noch Unklarheit herrscht. Im Tierversuch konnte eine starke antioxidative Schutzwirkung auf die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Zellmembranen dokumentiert werden4. Der protektive Effekt von Ergothionein wird ebenfalls auf seine antioxidativen Eigenschaften zurückgeführt5. Auch eine positive Beeinflussung von entzündungsfördernden Zytokinen wurde nachgewiesen6.
Antikanzerogen Effekte bei hormonabhängigen Tumoren
Neue Studien belegen, dass definierte Coprinus- Inhaltsstoffe in der Lage sind, die Rezeptorstellen für Sexualhormone an Tumorzellen zu blockieren. Damit können Zellaktivitäten von hormonabhängigen Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs beeinflusst werden7.
Präventiver und therapeutischer Einsatz:
Haupteinsatzgebiet von Coprinus
Im Tierversuch zeigen sich nach Coprinus- Gaben deutliche Verbesserungen der diabetischen Parameter wie Blutzuckerspiegel und Glukosetoleranz8. In früheren Untersuchungen wurde neben dem hypoglykämischen Effekt auch eine Veränderung des Gesamtstoffwechsels und eine daraus resultierende Gewichtsreduktion beobachtet9.
Der antidiabetische Effekt wird durch die hemmende Wirkung von Coprinus
| 1Fan J, Zhang J, Tang Q, Liu Y, Zhang A, Pan Y: Structural elucidation of a neutral fucogalactan from the mycelium of Coprinus |
| 2Mikiashvili N, Elisashvili V, Wasser S, Nevo E: Comparative Study of Lectin Activity of Higher Basidiomycetes. DOI: 10.1615/ IntJMedMushr.v8.i1, 2006. |
| 3Ey J, Schömig E, Taubert D: Dietary sources and antioxidant effects of ergothioneine. J Agric Food Chem. 2007 Aug 8;55(16):6466-74 |
| 4Deiana M, Rosa A, Casu V, Piga R, Assunta Dessí M, Aruoma OI: L-ergothioneine modulates oxidative damage in the kidney and liver of rats in vivo: studies upon the profile of polyunsaturated fatty acids. Clin Nutr. 2004 Apr;23(2):183-93 |
| 5Guijarro MV, Indart A, Aruoma OI, Viana M, Bonet B: Effects of ergothioneine on diabetic embryopathy in pregnant rats. Food Chem Toxicol. 2002 Dec;40(12):1751-5. |
| 6Sakrak O, Kerem M, Bedirli A, Pasaoglu H, Akyurek N, Ofluoglu E, Gültekin FA: Ergothioneine Modulates Proinflammatory Cytokines and Heat Shock Protein 70 in Mesenteric Ischemia and Reperfusion Injury. J Surg Res. 2007 Jun 29; [Epub ahead of print] |
| 7Zaidman BZ, Wasser SP, Nevo E, Mahajna J: Coprinus |
| 8Han C, Yuan J, Wang Y, Li L: Hypoglycemic activity of fermented mushroom of Coprinus |
| 9C. J. Bailey, Susan L. Turner, K. J. Jakeman, W. A. Hayes: Effect of Coprinus |
| 10Wang F, Ding ZY, Zhang KC: Inhibitory Effects of fermented broth of coprinus comatus feeding with different traditional Chinese medicines on alpha- glucosidase and non-enzymatic glycosylation. Chinese Journal of Pharmaceuticals 2006;37(6):384-7 |










