Die fünf Elemente in der TCM

Die fünf Elemente in der TCM
Die fünf Elemente in der TCM
Ein zentraler Gedanke in der TCMLexikon ist neben dem Prinzip von Yin und Yang und der Lebensenergie Qi das Konzept der fünf Elemente, auch als fünf Wandlungsphasen bezeichnet. Der Begriff Wandlungsphasen ist der zutreffendere, weil Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser nicht als statische Erscheinungsformen der Materie zu verstehen sind, sondern als sich ständig in Veränderung und im gegenseitigen Austausch befindliche Zustände.

Die fünf Wandlungsphasen sind in der chinesischen Medizin und in der Philosophie tief verankert; als philosophische Lehre wurden sie erstmals im 4. Jahrhundert v. Chr. beschrieben. In der TCMLexikon stellen sie das grundsätzliche energetische Muster eines Menschen dar und sind von großer Bedeutung für Diagnostik und Therapie. Die vielen Analogien, die zu den fünf Wandlungsphasen gebildet werden, reichen von der Zuordnung der fünf Yin-Funktionskreise und der Meridiane über Körpergewebe, Körperflüssigkeiten und Gefühle bis hin zu Farben, Geschmackswahrnehmungen und Jahreszeiten. Dementsprechend bietet bereits eine gründliche Anamnese Aufschluss darüber, welche der fünf Wandlungsphasen möglicherweise überwiegt, dadurch eine andere stärkt oder schwächt und gegebenenfalls den Fluss des Qi beeinträchtigt.

Die fünf Wandlungsphasen unterstützen, kontrollieren und ergänzen sich und gleichen sich im Idealfall aus. In bestimmten Lebenssituationen und je nach Individuum ist das eine oder andere Element stärker oder schwächer ausgeprägt – dann versucht die TCMLexikon über ihre verschiedenen Therapien, einen Ausgleich herbeizuführen. Grundgedanke ist, dass nur ein harmonisches Miteinander der fünf Wandlungsphasen das Qi frei fließen lässt und damit die Gesundheit des Menschen sicherstellt.
 

Funktionskreise und Wandlungsphasen

 
Das, was in der TCMLexikon als Organe bezeichnet wird, ist deutlich umfassender als der Organbegriff der westlichen Medizin und schließt neben den physischen auch psychische Aspekte ein. Deshalb spricht man auch von Funktionskreisen. Jeder der fünf Funktionskreise hat einen besonderen Bezug zu einer der fünf Wandlungsphasen:
  • Die Wandlungsphase Holz steht in Verbindung mit dem Funktionskreis Leber/Gallenblase. Sie ist durch ein hohes Energiepotenzial gekennzeichnet und wird mit der Jahreszeit (Vor-)Frühling in Verbindung gebracht.
  • Die Wandlungsphase Feuer ist dem Funktionskreis Herz zugeordnet. Zu ihr gehört die individuelle Entfaltung und die Jahreszeit Sommer.
  • Zur Wandlungsphase Erde gehört der Funktionskreis Magen/Milz. Primär mit ihr verbunden sind das (Nach-)Denken, der Wandel und die Jahreszeit Spätsommer.
  • Die Wandlungsphase Metall ist dem Funktionskreis Lunge zugeordnet. Wichtige Begriffe sind Intuition und Klarheit, aber auch Trauer. Die zugehörige Jahreszeit ist der Herbst.
  • Die Wandlungsphase Wasser steht für Weisheit und Ruhe, aber auch Furcht. Der Funktionskreis Niere/Blase hat zu dieser Wandlungsphase eine enge Verbindung. Die zugehörige Jahreszeit ist der Winter.
 

Die Zyklen

 
Die fünf Wandlungsphasen stehen in engen Wechselbeziehungen und können nicht isoliert voneinander bestehen. In der TCMLexikon wird dies mit vier Zyklen beschrieben: dem Nährungs-Zyklus, dem Schwächungs-Zyklus, dem Kontroll-Zyklus und dem Schädigungs-Zyklus. Bezogen auf den Nährungs-Zyklus sei dieser Kreislauf beispielhaft dargestellt: Das Holz lässt das Feuer brennen; die Asche des Feuers nährt die Erde mit Nährstoffen; die Erde bringt Metall (Erze) hervor; die Spurenelemente aus den Erzen reichern das Wasser an; das Wasser wiederum lässt Bäume und damit neues Holz wachsen. Andererseits schwächen die Elemente einander, indem zum Beispiel das Feuer Holz verbrennt, kontrollieren einander, indem die Erde Wasser aufhält, und können einander schädigen, indem zum Beispiel das Feuer das Wasser verdampft. So werden Kreisläufe beschrieben, die ebenfalls sowohl diagnostische als auch therapeutische Bew