Winterdepression (SAD)
Winterdepression (SAD)
Würden Sie am liebsten wie der Igel den gesamten Winter schlafend in einem gut geschützten, warmen, gemütlichen Nest verbringen? Nun, zum echten Winterschlaf ist der Mensch zwar nicht geschaffen, wohl aber dazu, in der dunklen, kalten Jahreszeit die Dinge durchaus etwas ruhiger angehen zu lassen. Unser Organismus reagiert sensibel darauf, wenn er bei kürzer werdenden Tagen weniger Licht bekommt. Hormone und andere Botenstoffe im Gehirn signalisieren dann dem Körper, viele Funktionen auf ein Minimum herabzusetzen.
Doch was früher sinnvoll war, um die lebensfeindlichen, kalten Monate ohne zu viel Energieverlust zu überstehen, macht uns heute oft das Leben besonders schwer. Antriebsschwäche und Müdigkeit haben keinen Platz mehr in einer Gesellschaft, die ständig Höchstleistungen vollbringen will.
Nicht wenige Menschen geraten durch diese Diskrepanz zwischen körperlichen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Anforderungen im Winter aus dem Rhythmus. Kälte und Nässe schlagen zusätzlich auf das Gemüt. Die Medizin hat für diese verbreitete Winterdepression den Fachbegriff „saisonal abhängige Depression“, kurz SAD, geprägt. Tritt sie nur leicht ausgeprägt auf, finden sich viele Betroffene mit ihrer Niedergeschlagenheit ab. Dabei gibt es gute Möglichkeiten, sowohl bei schwacher als auch bei stärkerer Wintermüdigkeit ohne Medikamente schnell und wirksam Abhilfe zu schaffen und auch in den Wintermonaten zur gewohnten Lebensqualität zurückzufinden.
Licht ist Leben – dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Trotzdem wird oft vergessen, dass wir nicht nur Nahrung, Wasser und Luft brauchen, um gesund zu bleiben, sondern dass unser Körper auch auf die Versorgung mit genügend Licht angewiesen ist. Jeder weiß: Licht macht wach, Licht macht gute Laune. Die körpereigene Produktion von Vitamin D, aber auch bestimmte hormonelle Vorgänge können ohne das Einwirken von Licht nicht stattfinden. So ist es eigentlich ganz normal, dass in unseren Breitengraden, die von deutlichen jahreszeitlichen Schwankungen der Sonnenscheindauer geprägt sind, die Menschen nicht von Januar bis Dezember gleichmäßig aktiv sind. Jeder Einzelne reagiert auf die Veränderungen der Tageslänge und der Lichtintensität mehr oder weniger sensibel.
Würden wir den Signalen unseres Körpers folgen und ihm in den dunklen Monaten mehr Ruhe gönnen, gäbe es die Krankheit mit der Abkürzung SAD wohl gar nicht. SAD steht für „saisonal abhängige Depression“, den „Winterfrust“, den sehr viele Menschen schon einmal persönlich durchlebt haben. Denn während sich die Körperfunktionen den Jahreszeiten anpassen, fordert die Gesellschaft von uns tagein, tagaus die gleichen Höchstleistungen. Das zehrt an den Kräften und zeigt sich am häufigsten in Form einer depressiven Verstimmung in den Monaten November bis Februar.
Die Hormone sind schuld
In dieser Zeit ist die Lichtmenge knapp, die normalerweise über die Augen auf den Hypothalamus im Gehirn wirkt. Dort, in einem der wichtigsten Steuerzentren des Nervensystems, blockiert das Licht die Ausschüttung von Melatonin. Dieses Hormon, das bei zu geringer Lichtzufuhr vermehrt ausgeschüttet wird, sorgt zum Beispiel für Müdigkeit und einen gesunden Schlaf. Außerdem, so weiß man heute, kommt es oft zu einem Mangel an Botenstoffen (Neurotransmittern) im Gehirn. Zu ihnen gehört zum Beispiel das „Glückshormon“ Serotonin. Ein absoluter Neurotransmitter-Mangel oder eine Verschiebung im Mengenverhältnis der verschiedenen Botenstoffe hat negative Auswirkungen auf die Gefühlslage: Die depressive Verstimmung ist da.
Viele Betroffene haben sich damit arrangiert, dass sie sich im Winter niedergeschlagen und traurig fühlen, sich zum Arbeiten zwingen müssen und deutlich weniger leistungsfähig sind als im Sommer. Typisch sind zudem ein sehr hohes Schlafbedürfnis, Heißhunger und in der Folge Gewichtszunahme. Bei empfindlichen Menschen sind vor allem die psychischen Beschwerden so stark ausgeprägt, dass ärztliche Hilfe erforderlich ist, weil die Bewältigung des Alltags kaum noch gelingt.
Frauen sind deutlich häufiger als Männer von der Winterdepression betroffen. Dies wird darauf zurückgeführt, dass der weibliche Zyklus ohnehin schon mit steten Schwankungen im Hormonhaushalt verbunden ist. Während bei Frauen neben der gedrückten Stimmung und vermehrten Müdigkeit auch Nervosität und sozialer Rückzug auf eine saisonal abhängige Depression hindeuten können, treten bei Männern häufig zusätzlich Symptome wie Aggressivität, erhöhte Risikobereitschaft und allgemeine Unzufriedenheit auf.
Ein Medikament namens Licht
Die Behandlung einer leichten Winterdepression ist denkbar einfach: Licht ist die beste Therapie! Vielen Menschen hilft es bereits, wenn sie auch im Winter so viel Zeit wie möglich tagsüber im Freien verbringen. Ein Spaziergang in der Mittagspause wirkt selbst dann wie ein Energiekick, wenn Wolken den Himmel verhängen, denn auch dann gelangt noch genügend Spektrallicht der Sonne auf die Erde. Wer diese natürliche Lichtquelle nicht nutzen kann, findet in sogenannten Lichtduschen oft gute Alternativen. Diese handlichen Geräte strahlen künstliches Tageslicht mit einer deutlich höheren Intensität als normale Zimmerbeleuchtung aus, regen das Hormonsystem und den Stoffwechsel an und hellen auf diese Weise schnell die Stimmung auf. Lampen mit Vollspektrumlicht am Arbeitsplatz sind ebenfalls empfehlenswert, da sie deutlich mehr „gesundes“ Licht liefern als herkömmliche Leuchtmittel.
Aus der Pflanzenheilkunde haben sich vor allem Präparate mit Johanniskraut bewährt. Vor der Einnahme sollte allerdings sichergestellt werden, dass keine Allergie
gegen diese Heilpflanze vorliegt. Nur in sehr schweren Fällen kann es vorübergehend angezeigt sein, Antidepressiva in medikamentöser Form einzusetzen.
Vitalpilze bei Winterdepressionen
Dank ihrer regulierenden Wirkung auf die Neurotransmitter haben sich einige Vitalpilze bei der Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen sehr bewährt und können oft einen Beitrag dazu leisten, dass auf chemische Medikamente mit ihren Nebenwirkungen verzichtet werden kann. Wichtig ist – wie bei allen gegen depressive Verstimmungen eingesetzten Mitteln – die längerfristige Einnahme, da sich der ausgleichende Effekt nicht über Nacht einstellen kann.
Würden Sie am liebsten wie der Igel den gesamten Winter schlafend in einem gut geschützten, warmen, gemütlichen Nest verbringen? Nun, zum echten Winterschlaf ist der Mensch zwar nicht geschaffen, wohl aber dazu, in der dunklen, kalten Jahreszeit die Dinge durchaus etwas ruhiger angehen zu lassen. Unser Organismus reagiert sensibel darauf, wenn er bei kürzer werdenden Tagen weniger Licht bekommt. Hormone und andere Botenstoffe im Gehirn signalisieren dann dem Körper, viele Funktionen auf ein Minimum herabzusetzen.Doch was früher sinnvoll war, um die lebensfeindlichen, kalten Monate ohne zu viel Energieverlust zu überstehen, macht uns heute oft das Leben besonders schwer. Antriebsschwäche und Müdigkeit haben keinen Platz mehr in einer Gesellschaft, die ständig Höchstleistungen vollbringen will.
Nicht wenige Menschen geraten durch diese Diskrepanz zwischen körperlichen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Anforderungen im Winter aus dem Rhythmus. Kälte und Nässe schlagen zusätzlich auf das Gemüt. Die Medizin hat für diese verbreitete Winterdepression den Fachbegriff „saisonal abhängige Depression“, kurz SAD, geprägt. Tritt sie nur leicht ausgeprägt auf, finden sich viele Betroffene mit ihrer Niedergeschlagenheit ab. Dabei gibt es gute Möglichkeiten, sowohl bei schwacher als auch bei stärkerer Wintermüdigkeit ohne Medikamente schnell und wirksam Abhilfe zu schaffen und auch in den Wintermonaten zur gewohnten Lebensqualität zurückzufinden.
Licht ist Leben – dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Trotzdem wird oft vergessen, dass wir nicht nur Nahrung, Wasser und Luft brauchen, um gesund zu bleiben, sondern dass unser Körper auch auf die Versorgung mit genügend Licht angewiesen ist. Jeder weiß: Licht macht wach, Licht macht gute Laune. Die körpereigene Produktion von Vitamin D, aber auch bestimmte hormonelle Vorgänge können ohne das Einwirken von Licht nicht stattfinden. So ist es eigentlich ganz normal, dass in unseren Breitengraden, die von deutlichen jahreszeitlichen Schwankungen der Sonnenscheindauer geprägt sind, die Menschen nicht von Januar bis Dezember gleichmäßig aktiv sind. Jeder Einzelne reagiert auf die Veränderungen der Tageslänge und der Lichtintensität mehr oder weniger sensibel.
Würden wir den Signalen unseres Körpers folgen und ihm in den dunklen Monaten mehr Ruhe gönnen, gäbe es die Krankheit mit der Abkürzung SAD wohl gar nicht. SAD steht für „saisonal abhängige Depression“, den „Winterfrust“, den sehr viele Menschen schon einmal persönlich durchlebt haben. Denn während sich die Körperfunktionen den Jahreszeiten anpassen, fordert die Gesellschaft von uns tagein, tagaus die gleichen Höchstleistungen. Das zehrt an den Kräften und zeigt sich am häufigsten in Form einer depressiven Verstimmung in den Monaten November bis Februar.
Die Hormone sind schuld
In dieser Zeit ist die Lichtmenge knapp, die normalerweise über die Augen auf den Hypothalamus im Gehirn wirkt. Dort, in einem der wichtigsten Steuerzentren des Nervensystems, blockiert das Licht die Ausschüttung von Melatonin. Dieses Hormon, das bei zu geringer Lichtzufuhr vermehrt ausgeschüttet wird, sorgt zum Beispiel für Müdigkeit und einen gesunden Schlaf. Außerdem, so weiß man heute, kommt es oft zu einem Mangel an Botenstoffen (Neurotransmittern) im Gehirn. Zu ihnen gehört zum Beispiel das „Glückshormon“ Serotonin. Ein absoluter Neurotransmitter-Mangel oder eine Verschiebung im Mengenverhältnis der verschiedenen Botenstoffe hat negative Auswirkungen auf die Gefühlslage: Die depressive Verstimmung ist da.Viele Betroffene haben sich damit arrangiert, dass sie sich im Winter niedergeschlagen und traurig fühlen, sich zum Arbeiten zwingen müssen und deutlich weniger leistungsfähig sind als im Sommer. Typisch sind zudem ein sehr hohes Schlafbedürfnis, Heißhunger und in der Folge Gewichtszunahme. Bei empfindlichen Menschen sind vor allem die psychischen Beschwerden so stark ausgeprägt, dass ärztliche Hilfe erforderlich ist, weil die Bewältigung des Alltags kaum noch gelingt.
Frauen sind deutlich häufiger als Männer von der Winterdepression betroffen. Dies wird darauf zurückgeführt, dass der weibliche Zyklus ohnehin schon mit steten Schwankungen im Hormonhaushalt verbunden ist. Während bei Frauen neben der gedrückten Stimmung und vermehrten Müdigkeit auch Nervosität und sozialer Rückzug auf eine saisonal abhängige Depression hindeuten können, treten bei Männern häufig zusätzlich Symptome wie Aggressivität, erhöhte Risikobereitschaft und allgemeine Unzufriedenheit auf.
Ein Medikament namens Licht
Die Behandlung einer leichten Winterdepression ist denkbar einfach: Licht ist die beste Therapie! Vielen Menschen hilft es bereits, wenn sie auch im Winter so viel Zeit wie möglich tagsüber im Freien verbringen. Ein Spaziergang in der Mittagspause wirkt selbst dann wie ein Energiekick, wenn Wolken den Himmel verhängen, denn auch dann gelangt noch genügend Spektrallicht der Sonne auf die Erde. Wer diese natürliche Lichtquelle nicht nutzen kann, findet in sogenannten Lichtduschen oft gute Alternativen. Diese handlichen Geräte strahlen künstliches Tageslicht mit einer deutlich höheren Intensität als normale Zimmerbeleuchtung aus, regen das Hormonsystem und den Stoffwechsel an und hellen auf diese Weise schnell die Stimmung auf. Lampen mit Vollspektrumlicht am Arbeitsplatz sind ebenfalls empfehlenswert, da sie deutlich mehr „gesundes“ Licht liefern als herkömmliche Leuchtmittel. Aus der Pflanzenheilkunde haben sich vor allem Präparate mit Johanniskraut bewährt. Vor der Einnahme sollte allerdings sichergestellt werden, dass keine Allergie
Vitalpilze bei Winterdepressionen
Dank ihrer regulierenden Wirkung auf die Neurotransmitter haben sich einige Vitalpilze bei der Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen sehr bewährt und können oft einen Beitrag dazu leisten, dass auf chemische Medikamente mit ihren Nebenwirkungen verzichtet werden kann. Wichtig ist – wie bei allen gegen depressive Verstimmungen eingesetzten Mitteln – die längerfristige Einnahme, da sich der ausgleichende Effekt nicht über Nacht einstellen kann.
übliche Darreichungsform: Myzel-Extrakt (z.B. in Kapselform)
empfohlene Tagesdosis Extrakt
: 0,75g (z.B. 3 x 1 Kapseln a 0,25g)
Der Extrakt
dieses Pilzes zeigte in Untersuchungen einen nachweislich positiven Einfluss auf das neuroendokrine System. So wirkte er den typischen Stresssymptomen entgegen und hemmte Enzyme, die für die Entstehung von Depressionen verantwortlich gemacht werden.
empfohlene Tagesdosis Extrakt
Der Extrakt
übliche Darreichungsform: Pulver
(z.B. in Tablettenform)
empfohlene Tagesration Pulver
: 3g (z.B. 3 x 2 Tabletten a 0,5g)
Bestimmte Substanzen dieses Pilzes wirken entspannend und beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Dadurch wird nicht nur die Stimmungslage stabilisiert, sondern auch eine nachhaltige Wirkung zum Beispiel bei der Schmerzlinderung erzielt.
empfohlene Tagesration Pulver
Bestimmte Substanzen dieses Pilzes wirken entspannend und beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Dadurch wird nicht nur die Stimmungslage stabilisiert, sondern auch eine nachhaltige Wirkung zum Beispiel bei der Schmerzlinderung erzielt.
übliche Darreichungsform: Pulver
(z.B. in Tablettenform)
empfohlene Tagesdosis: 2g (z.B. 2 x 2 Tabletten a 0,5g)
Studien bestätigten die Erfahrung der Mykotherapeuten, dass bei Personen, die diesen Pilz zum Beispiel in Tablettenform einnehmen, eine stimmungsaufhellende Wirkung ohne die bei chemischen Medikamenten oft zu beobachtenden Nebenwirkungen auftritt.
empfohlene Tagesdosis: 2g (z.B. 2 x 2 Tabletten a 0,5g)
Studien bestätigten die Erfahrung der Mykotherapeuten, dass bei Personen, die diesen Pilz zum Beispiel in Tablettenform einnehmen, eine stimmungsaufhellende Wirkung ohne die bei chemischen Medikamenten oft zu beobachtenden Nebenwirkungen auftritt.
Erfahrungsberichte:
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