Das Wichtigste zum Restless Legs Syndrom

Das Wichtigste zum Restless Legs Syndrom
Das Wichtigste zum Restless Legs Syndrom
Leiden Sie in Ruhe- und Entspannungssituationen, wie z.B. Fernsehen, Kinobesuch, Busfahrten oder ähnlichem unter unangenehmen bis qualvollen Missempfindungen wie Ziehen, Jucken, Reißen oder Kribbeln in Beinen oder Armen? Werden Sie in solchen Situationen durch einen unstillbaren Bewegungsdrang zum Aufstehen und Umhergehen gezwungen? Haben Sie keine oder kaum Beschwerden, solange Sie am Tage in Bewegung sind? Bemerken Sie eine Zunahme der Beschwerden abends oder nachts?

Wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen, gehören Sie vielleicht zu den 10 % der Bevölkerung, die unter dem Restless Legs Syndrom (RLS) leiden. Bei 2 – 3 % der Betroffenen sind die Symptome so schwer, dass sie behandlungsbedürftig sind.


Welche Ursachen hat das Restless Legs Syndrom?


Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht endgültig geklärt. Man nimmt an, dass eine Störung in der Übertragung wichtiger Botenstoffe in Gehirn und Rückenmark ursächlich für die Entstehung des RLS verantwortlich ist.

Es werden zwei Formen des RLS unterschieden. Die primäre Form, die spontan und familiär gehäuft auftritt und die wahrscheinlich genetisch bedingt ist. Und die sekundäre Form, die von anderen organischen Erkrankungen begleitet ist. Auslöser für die sekundäre Form des RLS können z.B. eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz (chronisches Nierenversagen), eine Schilddrüsenfunktionsstörung, Eisenmangel aber auch eine Schwangerschaft sein. Verschiedene Medikamente können ebenfalls ein RLS auslösen oder verstärken, z.B. Antidepressiva und Antiemetika (Medikamente gegen Übelkeit und Brechreiz).


Wie ist der Verlauf des Restless Legs Sydroms?


Die RLS-Erkrankung beginnt meist zwischen dem 30. Und 50. Lebensjahr und weist zu Beginn häufig einen schubförmigen Verlauf mit längeren beschwerdefreien Intervallen auf. Im Laufe der Jahre nehmen die Beschwerden an Intensität zu und treten schließlich kontinuierlich auf. Ein zusätzliches Merkmal des RLS sind Schlafstörungen. Der ohnehin oberflächliche, kurze Schlaf wird durch unwillkürliche Beinbewegungen (Zuckungen) gestört. Nicht selten bescheren sie auch dem Partner ruhelose Nächte.


Was kann man tun?


Die meisten Betroffenen können ihre Beschwerden durch Bewegung lindern. Nun ist es unmöglich ständig in Bewegung zu bleiben. Gerade die durch Schlafstörungen erschöpften und verzweifelten Betroffenen sehnen sich nach einer Zeit der Ruhe und Entspannung. Darüber hinaus gibt es genügend Situationen, in denen das Stillsitzen einfach nötig ist – auf Reisen, im Meeting, beim Theaterbesuch. Ständig in Bewegung sein und den unruhigen Beinen nachgeben, ist also auf Dauer keine Lösung.

Bei leichteren Formen lassen sich durch Massagen oder Bürsten der Beine, kalte Fußbäder, Kniebeugen oder Fahrradfahren manche Abende oder Nächte besser überstehen. Auch allgemeine Maßnahmen, wie das Vermeiden RLS verstärkender Einflussfaktoren (z.B. Kaffee, Alkohol, Wärme, schwere körperliche Arbeit, Stress) können schon hilfreich sein.

Mögliche Grunderkrankungen, die das RLS auslösen können, müssen ausgeschlossen oder wenn möglich behandelt werden. RLS auslösende oder verstärkende Medikamente müssen, soweit dies möglich ist ausgetauscht oder abgesetzt werden. Führen die angeführten Maßnahmen nicht zur erhofften Linderung der Beschwerden, so sollte eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden. Zum Einsatz kommen Medikamente, die z.B. bei der Parkinsonschen Erkrankung Anwendung finden.

Weitere ausführliche und sehr gute Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten erhalten Sie über die Deutsche Restless Legs Vereinigung unter www.restless-legs.org.

Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.