Fruchtzuckerunverträglichkeit

Fruchtzuckerunverträglichkeit
Fruchtzuckerunverträglichkeit
– ein Problem, das fast jeden dritten Bundesbürger betrifft.

Fructose (Fruchtzucker) kommt in vielen Nahrungsmitteln vor. Neben Obst und Gemüse, in denen der Fruchtzucker von Natur aus enthalten ist, ist er auch in so genannten „zuckerfreien“ Süßigkeiten und Diabetikerwaren, aber auch in verschiedenen Feinkostlebensmitteln wie z.B. in Ketchup, Soßen, Fischmarinaden und Fertigsalaten. Durchschnittlich nimmt jeder Mensch täglich ca. 50g Fructose mit der Nahrung auf.

Im Normalfall beginnt die Verdauungsarbeit bereits bei der Zerkleinerung im Mund. Die Hauptarbeit geschieht allerdings erst nach der Magenpassage im Zwölffingerdarm und im weiteren Verlauf im Dünndarm, mit Hilfe von Verdauungssekreten aus Bauchspeicheldrüse und der Gallenflüssigkeit. Die Mehrfachzucker werden so lange aufgespalten bis ein einzelnes Zuckermolekül vorliegt. Nur diese Monosaccharide können vom Darm aufgenommen und weiter verstoffwechselt werden.

Bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit ist oftmals die Funktion des Transporters (GLUT 5) zeitweise eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden. Der GLUT 5 erleichtert die Aufnahme des Fruchtzuckers mittels sogenannter passiver Diffusion aus dem Dünndarm in unseren Stoffwechsel und verhindert, dass ein Teil der vorhandenen Fructose in den Dickdarm gelangt. Bei einer vorliegenden Störung verändert sich die Darmflora des Dickdarms, die Darmkeime vergären die Monosaccharide unter anderem zu Kohlendioxid, Wasserstoff (H2) und Methan. Beschwerden wie Blähungen, laute Bauchgeräusche, Durchfall und eine harte Bauchdecke sind oftmals die Folge. Wodurch diese Transportstörung hervorgerufen wird, ist bislang nicht abschließend geklärt. Es mehren sich jedoch die Anzeichen, dass ein Ernährungsfehler vorliegen könnte.

Diagnose: Ein H2-Atemtest, durchgeführt von einem Allergologen oder Gastroenterologen, misst den abgeatmeten Anteil von H2, da der Wasserstoff über die Darmwand in den Blutkreislauf und von dort zu den Lungenbläschen gelangt. Höhe und Verlauf der abgeatmeten Wasserstoffmenge lassen meist Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Darmflora zu. Steht die Diagnose Fructose-Intoleranz fest, bringt eine sofortige Ernährungsumstellung oft eine unmittelbare Linderung der Beschwerden. Zuerst sollten alle fructose- und am besten auch alle zuckerreichen Speisen gemieden werden, damit sich das Verdauungssystem erholen kann.

Gemieden werden müssen Früchte und alle Produkte die Früchte enthalten, Süßigkeiten, Honig, Marmelade, Fertigprodukte die Zucker enthalten können wie z.B. Fertigsaucen, Dressings, Tomatenprodukte etc. und Produkte mit Zuckeraustausch-stoffen. Die Karenzphase kann je nach Patient mehrere Wochen bis Monate dauern bis der gereizte Darm sich wieder beruhigt hat. In der zweiten Phase testet man jetzt die individuelle Fructose-Toleranz aus. Dem Speiseplan werden, unter Beobachtung der Reaktionen des Körpers, wieder kleine Mengen fructosehaltiger Lebensmittel hinzugefügt. Die Testphase geht anschließend in eine Dauerernährung über. Unter Beachtung des Glukose-, Fett- und Proteingehalts der Mahlzeiten sowie der Tatsache dass z.B. frisches Obst besser vertragen wird wenn es mit Quark oder nach einer Mahlzeit genossen wird, kann die verträgliche Fructosemenge evtl. erhöh. Eine extrem fructosearme oder gar fructosefreie Dauerkost ist für Menschen mit einer Fructoseunverträglichkeit nicht erforderlich oder sogar schädlich, da der GLUT5-Anteil sich noch weiter reduzieren würde.

Zur Unterstützung können natürlich auch Vitalpilze eingesetzt werden. Speziell der MaitakeLexikon, der HericiumLexikon und der ReishiLexikon kommen bei Fructoseintoleranz in Frage. .

Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.