Frühjahrsputz im Körper

Frühjahrsputz im Körper
Frühjahrsputz im Körper
Der Schwung, mit dem wir in die ersten Monate des Jahres starten, ist perfekt geeignet, um den Körper von belastenden Schlacken und Säuren zu befreien. Denn: Giftstoffe, die der Organismus im Bindegewebe „zwischenlagert“, belasten auf Dauer die Gesundheit und schlagen zudem aufs Gemüt. Einfach gesund fasst zusammen, warum es so wichtig ist, den Stoffwechsel gezielt zu unterstützen, und stellt Vitalpilze vor, die dabei helfen können.
 

Was heißt eigentlich Übersäuerung?

Immer wieder liest man gerade im Frühjahr, man müsse etwas gegen die Übersäuerung des Körpers tun, und diverse „Entschlackungskuren“ werden zum Beispiel in Zeitschriften empfohlen. Doch was heißt das eigentlich? Sind wir quasi ein Giftfass auf zwei Beinen, das man einmal kräftig ausspülen und neu befüllen kann? Wie kommt es überhaupt zur Bildung von Säuren, wo genau befinden sie sich, und wie wird man Schlacken möglichst schnell los? Für die Suche nach Antworten ist es wichtig, sich mit dem Begriff Übersäuerung genauer zu beschäftigen. Die Schulmedizin kennt das Krankheitsbild der Azidose – ein gefährlicher Notfall, bei dem der pH-Wert des Blutes unter 7,35 sinkt. Sie ist zu unterscheiden von der Gewebsazidose, die meist gemeint ist, wenn das Wort Übersäuerung fällt. Das Bindegewebe ist ein Puffersystem für den Körper und hilft, den pH-Wert im Blut eben nicht in einen zu sauren, lebensbedrohlichen Bereich rutschen zu lassen. Wie ein Zwischenlager nimmt das wasserreiche Bindegewebe Abfallprodukte des Stoffwechsels, Gifte und Säuren auf. Normalerweise erfolgt hier ein schneller Abbau zu harmlosen Substanzen – dies allerdings gelingt nur, wenn die Zufuhr von Toxinen und Säuren nicht überhandnimmt und wenn der Körper auch durch weitere Maßnahmen wie Bewegung, Frischluftzufuhr und Stressregulation optimal gestärkt wird.

Folgen für die Gesundheit

In unserem modernen Leben sind diese Voraussetzungen allzu oft nicht gegeben. Die Folge ist eine chronische Toxin- und Säurebelastung, die für die Entstehung diverser (Zivilisations-)Erkrankungen verantwortlich gemacht werden muss. Vermeintlich harmlose Symptome wie Muskelverspannungen, Cellulite, Hautunreinheiten, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Übellaunigkeit und Antriebslosigkeit gehören dazu, aber auch Krankheiten wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, häufige Infekte, Rheuma, Allergien und diverse chronische Entzündungen stehen oft in engem Zusammenhang mit einer Überlastung des Bindegewebes – was sich daran zeigt, dass bei ausleitenden Maßnahmen die mit den genannten Krankheiten verbundenen Beschwerden zurückgehen. Auch auf die Psyche hat eine Gewebsazidose Auswirkungen. „Sauer sein“ ist nicht nur im übertragenden Sinne ein Gemütszustand, sondern hat häufig Verbindungen zum Zustand des Bindegewebes. Auf die Konzentrations- und Merkfähigkeit hat eine Toxin- und Säurebelastung ebenfalls negativen Einfluss.

Übergewicht durch Stoffwechselblockaden

Eines der im wahrsten Wortsinne schwerwiegendsten Probleme für die Gesundheit in unserer westlichen Gesellschaft, das Übergewicht, hängt mit der Überlastung des Bindegewebes zusammen. Der Grund: Säuren und Toxine beeinträchtigen die Diffusionsfähigkeit der extrazellulären Flüssigkeit, die normalerweise den Stoffwechsel zwischen Blut und Zellen wesentlich steuert. Die Blockade des Nähr- und Vitalstofftransports ist eingeschränkt, und so kann deshalb auch der Fettabbau aus den Fettzellen nicht physiologisch funktionieren. Maßnahmen zur Gewichtsregulation setzen aus diesem Grund eine ganzheitliche Entschlackung und Entsäuerung des Körpers zwingend voraus.
 

Die Ausleitungsorgane stärken

Eine Aktivierung der Entgiftungsleistung aus dem Bindegewebe – beispielsweise durch Vitalpilze, siehe unten – ist nur dann sinnvoll und erfolgversprechend, wenn die für die Ausleitung zuständigen Organe in der Lage sind, diese elementare Aufgabe auch zu erfüllen. Die Tatsache, dass diverse Organe ausleitende Funktionen haben, weist klar darauf hin, wie wichtig dies für den Körper ist. Das Organ mit der größten Verbindung zur Außenwelt ist die Haut. Sie ist dementsprechend von enormer Bedeutung für die Entgiftung (siehe Überblick unten). Hautkrankheiten wie Ekzeme, Neurodermitis oder Akne sind in den meisten Fällen ein Zeichen dafür, dass der Körper versucht, Giftstoffe loszuwerden. Eine ebenso zentrale Rolle wie die Haut spielt der Darm, weshalb alles darangesetzt werden sollte, eine zu langsame Darmpassage zu verhindern und über eine Regulation der Ernährung täglichen Stuhlgang zu erreichen. Eine Untersuchung und gegebenenfalls Wiederherstellung der natürlichen Darmflora ist unerlässlich für einen gut funktionierenden Stoffwechsel und damit auch für die Ausleitung. Als zentrales Stoffwechselorgan verdient die Leber besondere Aufmerksamkeit. Sie ist für den Abbau von Giftstoffen zuständig und sollte von Genussgiften wie Alkohol verschont bleiben. Die Nieren können ihre Ausleitungsfunktion nur dann erfüllen, wenn genügend Wasser zugeführt wird. Sie lassen sich zum Beispiel durch Fußbäder und Reflexzonenmassagen gezielt stärken. Eine elementare Rolle insbesondere im Hinblick auf die Regulation des Säure-Basen-Haushalts spielt die Lunge. Atemübungen wie etwa im Yoga oder Qi Gong sollten täglich praktiziert werden, um das Lungenvolumen zu trainieren und die enorme Leistungsfähigkeit dieses Organs zu nutzen.
 

Bedeutung der Ernährung

Möglichst wenig säuernde Lebensmittel zuführen und auf Giftstoffe so gut es geht verzichten – so einfach und logisch ist die Ernährungsstrategie zur Vermeidung einer chronischen Übersäuerung und Toxinbelastung. Es gibt unzählige Listen und Ratgeber, die geeignete Lebensmittel aufführen und Rezepttipps geben. Grundsätzlich gilt: Je weniger verarbeitet die Nahrung ist, umso vitalstoffreicher und leichter zu verstoffwechseln ist sie. Wer Fertigprodukte meidet, viel Gemüse und etwas Obst auf den Speiseplan stellt und tierische Erzeugnisse sowie Zucker nur in Maßen zu sich nimmt, leistet schon einen guten Beitrag. Auch eine regelmäßige und ruhige Einnahme der Mahlzeiten ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.
 

Vitalpilze zur Unterstützung der Ausleitung

Vitalpilze sind sehr wertvoll, wenn es um die Förderung der Entgiftungsleistung der verschiedenen Ausleitungsorgane gibt. So regt zum Beispiel der ReishiLexikon die Stoffwechselfunktion der Leber gezielt an und wirkt vitalisierend. Chronische Müdigkeit ist ein Zeichen des Körpers für erhöhte Toxinbelastung, die eine Überforderung der Leber nach sich zieht. Auch der MaitakeLexikon und der Agaricus blazei MurrillLexikon unterstützen die Leber. Besonders der MaitakeLexikon kann zudem zur Förderung der Gewichtsregulation eingesetzt werden. Der HericiumLexikon weist einen engen Bezug zum Darm auf und ist deshalb ein wichtiger Vitalpilz zur Verbesserung der Verdauung und zur begleitenden Unterstützung bei der Behandlung von Dysbiosen. Nicht zu unterschätzen ist sein harmonisierender und ausgleichender Effekt auf die Psyche, was etwa beim Prozess der Umstellung alter Gewohnheiten zum Beispiel in Bezug auf die Ernährung von Bedeutung ist. Der CordycepsLexikon ist der klassische Vitalpilz zur Verbesserung der Nierentätigkeit. Er kann damit die Entgiftung über dieses Ausleitungsorgan fördern. Zudem ist der CordycepsLexikon in der Lage, allgemein die Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit des Organismus zu steigern. Zur Unterstützung des für die Entgiftungsprozesse wichtigen lymphatischen Systems sollte an den Polyporus umbellatusLexikon gedacht werden. Er wird auch bei lymphatischen Schwellungen aufgrund chronischer Entzündungen mit guten Erfolgen eingesetzt.