Glück oder Unglück?


Eine sehr alte chinesische Geschichte erzählt von einem Bauern in einer armen Dorfgemeinschaft. Man hielt ihn für gut gestellt, denn er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte. Eines Tages lief sein Pferd davon. Alle Nachbarn riefen: „Was für ein Unglück“! Der Bauer antwortete: „Wer will das wissen?“ Ein paar Tage später kam das Pferd wieder zurück und brachte zwei Wildpferde mit. Die Nachbarn riefen: „Was für ein Glück!“ Der Mann antwortete:„Wer will das wissen?“


Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, eines der Wildpferde zu reiten; das Pferd warf ihn ab und er brach sich ein Bein. Die Nachbarn sagten: „ Was für ein Unglück!“ Der Bauer antwortete: „Wer will das wissen?“ In der nächsten Woche kamen Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um alle jungen Männer zur Armee zu holen. Den Sohn des Bauern nahmen sie nicht mit, weil sein Bein gebrochen war. Die Nachbarn meinten: „Was für ein Glück!“ Der Bauer antwortete: „Wer will das wissen?“Feindliche Truppen überfielen das Dorf und schleppten den genesenen Sohn des Bauern mit sich fort. Die Nachbarn bedauerten den armen Vater: „Was für ein Unglück!“ Er antwortete nur: „Wer will das wissen?“


Nach Jahren kann der Sohn als sehr wohlhabender Kaufmann aus dem fremden Land zu seinem alten Vater zurück. Die Nachbarn freuten sich: „Was für ein Glück!“ Der alte Bauer antwortete: …Es ist verständlich, wenn wir zunächst enttäuscht  oder gar verzweifelt sind, wenn etwas schief läuft oder wir etwas verlieren. Diese Geschichte lehrt uns aber auch, dass wir nicht  vorschnell die Hoffnung verlieren sollten, wenn uns etwas Unangenehmes widerfährt. Im Nachhinein stellt sich oft heraus, dass wir Glück im Unglück hatten. Etwas anfänglich Schlimmes stellt sich als segensreich heraus.

Menschen, die eine optimistische Lebenseinstellung haben und das Leben positiv sehen, können besser mit Rückschlägen im Leben zurechtkommen. Optimisten glauben an „ein gutes Ende“. Laut Martin Seligman (Psychologe) kann der Mensch diese positive Lebenseinstellung  lernen. Seine Ergebnisse hat er in mehreren Büchern festgehalten, die in der Erkenntnis enden: „Optimismus kann man lernen!“


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