Kalte Finger, kalte Zehen

Kalte Finger, kalte Zehen
Kalte Finger, kalte Zehen
Jeder kennt dieses Gefühl wenn sich die Haare nicht nur im Nacken sträuben sondern sich auch auf Armen und Beinen zu einer sog. „Gänsehaut“ aufstellen. Dieses Phänomen ist nicht zu 100% wissenschaftlich geklärt. Allerdings wird angenommen, dass dieser Reflex bei unseren Vorfahren dazu diente, eine isolierende Luftschicht zwischen den Härchen und der Haut zu bilden.

Sinkt die Temperatur in der Umgebung ab, wird der Großteil der Durchblutung auf die wichtigen Organe umgeleitet, d.h. Herz, Gehirn, Lungen, Leber und der Bauchraum wird bevorzugt mit Wärme versorgt. So sichert der Körper sein überleben auch in der kalten Jahreszeit. Die nicht lebensnotwendigen Körperteile wie z.B. Hände, Nase, Ohren und Füße fühlen sich kalt an. Dies betrifft sowohl die männliche als auch die weibliche Bevölkerung. Auch wenn Männer weniger frieren, da ihre größere Muskelmasse in der Lage ist, weit mehr innere Wärme zu erzeugen als Frauen dies können, werden sie spätestens, wenn sie am Abend die Füße ihrer Partnerin berühren wissen, was unter dem Begriff „Eisfüße“ zu verstehen ist.

Allerdings gibt es auch andere Gründe, wenn man ständig friert. Die häufigsten Ursachen für diese Störung der Durchblutung sind: Bewegungsmangel, eine zu geringe Trinkmenge, zu viel Kaffee, starkes Rauchen, niedriger Blutdruck, Diabetes, Unterfunktion der Schilddrüse, hormonelle Umstellungen, akuter Eisenmangel, aber auch Medikamente (u.a. Beta-Blocker). Auch die Ernährung kann eine Rolle bei kalten Fingern und Zehen spielen: Wer leicht friert, sollte Lebensmittel zu sich nehmen, die den Körper wärmen. Fleisch, vor allem rotes, wie vom Rind, Schwein, Lamm, Wild und Ente haben eine wärmende Wirkung. Wal- und Haselnüsse, sowie Esskastanien wärmen ebenfalls von innen. Wichtig ist auch ausreichender Verzehr von Wintergemüse wie Rote Rüben, Kürbis, Rot- und Sauerkraut, Lauch und Zwiebeln. Diese Gemüsesorten sind zusätzlich wichtige Vitaminlieferanten und stärken die Abwehr.
Hilfreich ist auch der Einsatz von Kräutern im Winter. So erwärmen z.B. Fenchel, Anis, Gewürznelken und Zimt (der auch zur Stimmungsaufhellung genutzt werden kann), aber auch Chili, Kardamom, Pfeffer, Ingwer und Knoblauch unseren Körper.

Gekühlt wird der Organismus allerdings, wenn Speisen und Getränke, die temperaturmäßig kühl sind und darüber hinaus eine kühlende thermische Wirkung aufweisen – etwa Orangensaft aus dem Kühl-schrank. Der Körper benötigt viel Energie, um den Saft im Magen auf Körpertemperatur zu erwärmen. Es kommt zu kalten Händen und Füßen da das Verdauungssystem überfordert ist und so einer Erkältung unter Umständen der Weg bereitet wird. Am Besten wäre es, gleich als Frühstück eine wärmende Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Hirse mit Rosinen Zutaten für 1 Person:


• 80 g Hirse
• 1 EL am Vorabend in Wasser eingeweichte Rosinen
• 1/2 TL Honig oder Ahornsirup
• 1 TL süße Sahne
• 1 TL Sonnenblumenkerne oder gehobelte Mandeln

Rösten Sie die gewaschene Hirse bei starker Hitze kurz an. Geben Sie 1/4 l heißes Wasser hinzu und lassen Sie das Getreide nach dem Aufwallen bei schwacher Hitze ca. 10 Minuten ausquellen. Waschen Sie die Hirse in einem Sieb unter fließend heißem Wasser nochmals aus und vermischen Sie sie dann mit den übrigen Zutaten in einer Müslischale. 1 Prise Zimt erhöht den wärmenden Yang-Charakter dieses Frühstücks.

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