Kusskrankheit

Kusskrankheit
Kusskrankheit
Es geht um das Pfeiffersche Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose). Im Volksmund auch „Kusskrankheit“, Studentenkrankheit , Studentenfieber oder englisch „kissing diseas“, genannt.

Die Krankheit wird deshalb so genannt, weil sie hauptsächlich durch infektiösen Speichel, z.B. beim Küssen übertragen wird und sich besonders junge Menschen häufig damit anstecken. Sie wird aber auch durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) und Kontakt- beziehungsweise Schmierinfektion übertragen, also beispielsweise über Speichelkontakt etwa in Kindergärten oder eben beim Küssen.
Die Krankheit ist weit verbreitet. Mehr als 80 Prozent der Erwachsenen sind in Westeuropa bis zum 30. Lebensjahr infiziert.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht. Das EBV kommt aus der Gruppe der Herpesviren und infiziert die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen sowie eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die sogenannten B-Lymphozyten. Normalerweise heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von einigen Wochen ohne Folgen aus. Selten nimmt es einen ernsthaften Verlauf.

Im Erwachsenenalter kündigt sich die Infektion in der Regel durch Fieber an. Der Rachen ist meist entzündet und die Rachenmandeln angeschwollen. Die Lymphknoten an Hals und Nacken, seltener auch in den Achselhöhlen sind schmerzhaft geschwollen. Müdigkeit, die einige Monate anhalten kann, Muskel- und Kopfschmerzen können ebenso auftreten. Es kann zur Vergrößerung der Milz und der Leber kommen, dies zeigt sich durch Übelkeit und Oberbauchbeschwerden.

In seltenen Fällen verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber chronisch. Symptome, wie Fieber, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, depressive Verstimmung, Antriebsschwäche und chronische Lymphknotenschwellungen dauern gegebenenfalls monate- oder jahrelang an.

In Ausnahmefällen nimmt das Pfeiffersche Drüsenfieber einen ernsthaften Verlauf oder geht mit Komplikationen einher. Diese sind unter anderem - Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Entzündung des Herzmuskels oder der Nieren. Eine lebensgefährliche Komplikation ist die Milzruptur (Einreißen der Milz). .

Es gibt bisher kein Arzneimittel mit dem die Ursache des Pfeifferschen Drüsenfiebers bekämpft werden kann. Wichtig ist, sich während der akuten Infektion zu schonen und Bettruhe einzuhalten. Bei Fieber sollte auf ausreichendes Trinken geachtet werden. Bei hohem Fieber können nach Rücksprache mit dem Hausarzt fiebersenkende Medikamente eingenommen werden.

Eine gute Möglichkeit den Körper beim Kampf gegen die Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers zu unterstützen ist der Einsatz von Vitalpilzen. Die passenden Vitalpilze stärken das Immunsystem und wirken antiviral.

Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V. .

Quellen:
Herold G.: Innere Medizin, Selbstverlag 2012
Baenkler H.-W.: Innere Medizin, Thieme Verlag 2009