Ein blaues „Wunder“ – Leinöl

Ein blaues „Wunder“ – Leinöl
Ein blaues „Wunder“ – Leinöl
Es sieht aus wie flüssiges Gold, fließt zähflüssig vom Löffel und schmeckt intensiv – Leinöl – gewonnen aus den Samen einer uralten Kulturpflanze. Schon Pharaonen wurden in mit Leinöl getränkten Tüchern einbalsamiert. Es wird aber auch zum Holzschutz, als Färbe- und Konservierungsmittel und in kosmetischen Produkten verwendet. Allerdings wollen wir hier den gesundheitlichen Aspekt des Öls beleuchten.

Leinöl liegt, wenn es um „gutes“, gesundes Fett geht an einsamer Spitze: Es enthält so viel von der 3-fach ungesättigten Omega-3-Fettsäure, alpha-Linolensäure, wie kaum ein anderes Pflanzenöl. Kaltgepresst bringt Leinöl es auf bis zu 70% davon und übertrifft damit sogar, zu Recht, die als Omega-3-Fettsäurenlieferanten schlechthin gepriesenen Rapsöl (ca.9%) oder Lachs (ca. 4%) mit riesigem Abstand. Dies ist deshalb so erwähnenswert, da zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen: Alpha-Linolensäure kann Entzündungen positiv beeinflussen, die BlutgerinnungLexikon hemmen, die Blutgefäße erweitern, den Blutdruck und die Blutfette regulieren und somit vorbeugend gegen Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt werden kann. Auch die Darmflora profitiert von den Schleimstoffen, die im Leinöl vorhanden sind.
Sogar der Seele soll Leinöl gut tun: Studien legen die Vermutung nahe, dass Leinöl z.B. bei Depressionen oder Ängsten lindernd eingesetzt werden kann. Dies rührt daher, dass eine zu geringe Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren nicht nur das Denkvermögen beeinträchtigen, sondern auch zu Verhaltensänderungen mit u.a. Störungen bei Gefühlen und Emotionen führen kann.
Im Gegensatz zu Seefischen, aus denen Fischölkapseln gewonnen werden, ist Leinöl zudem deutlich weniger mit Umweltgiften belastet. Bevorzugen sie deshalb grundsätzlich kaltgepresstes Leinöl in Bio-Qualität und dieses nur in kleinen Mengen, da es rasch verdirbt und nur frisch richtig gut schmeckt. Bewahren Sie es deshalb möglichst kurz auf und lagern Sie es dunkel und kühl (am besten im Kühlschrank).

Wichtig: Leinöl sollte überhaupt nicht erhitzt werden, da es sonst den Großteil seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe verliert. Sobald es fischig oder ranzig riecht, sollte es nicht mehr zum Essen verwendet werden. Es ist dann - auf Grund seines hohen Gehalts eben an diesen wertvollen alpha-Linolensäuren – oxidiert. Zum Wegwerfen ist es aber auch dann noch zu schade. Nehmen Sie es ruhig noch für den oben erwähnten Holzschutz. Übrigens: der ursprüngliche Ausdruck „Fahrt ins Blaue“ stammt von den Feldern mit den blau blühenden Leinpflanzen.

Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.