Sanddorn – die Zitrone des Nordens

Sanddorn – die Zitrone des Nordens
Sanddorn – die Zitrone des Nordens
Wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht, führt am Vitamin C kein Weg vorbei. Es aktiviert die wichtigen T-Lymphozyten und kann deshalb besser als jede andere Substanz die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen. Noch vor wenigen Jahren galten Zitrusfrüchte als optimale Vitamin-C-Lieferanten. Jedoch nicht nur im Süden Europas wachsen die begehrten Vitamin-Spender; die bei uns heimische Sanddornbeere braucht den Vergleich mit Zitrone & Co nicht scheuen.

Die rein äußerliche Ähnlichkeit zwischen der Sanddornbeere und der Zitrone hält sich sehr in Grenzen. Den Beinamen „Zitrone des Nordens“ trägt die kleine orangefarbene Beere, die an dornigen Zweigen wächst, dennoch zu Recht: Der Vitamin-C-Gehalt ist so hoch, dass der Sanddorn den Vergleich mit der Zitrusfrucht nicht zu scheuen braucht. Im Gegenteil: Sanddornbeeren enthalten sogar um ein Vielfaches mehr Ascorbinsäure als Zitronen.

Beinahe Kultstatus hat der Sanddorn inzwischen an manchen Regionen der Ostseeküste erreicht. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern werden Produkte mit Sanddorn von der Marmelade bis zum Likör erfolgreich vermarktet, manche Orte veranstalten jährliche Sanddornfeste. In den Dünenregionen der Küste wächst der Sanddorn, der auch als Weidendorn, Dünendorn, Rote Schlehe oder Sandbeere bezeichnet wird, besonders gern; sein großes Verbreitungsgebiet umfasst jedoch nahezu ganz Europa bis hinauf nach Norwegen sowie Teile Asiens. Als Gartenstrauch ist der Sanddorn anspruchslos, wegen der langen Dornen jedoch nicht jedermanns Sache.



Kleine Vitaminbomben



Überlieferungen zufolge soll schon Dschingis Khan auf seinen Eroberungszügen sein Heer mit dem Öl der Sanddornbeeren gestärkt und vor Infektionen geschützt haben. Traditionell werden Sanddornbeeren auch zur Stärkung von Darmflora und Leber eingesetzt. Außerdem wurde das aus Sanddorn gewonnene Öl bereits vor Hunderten von Jahren auf die Haut aufgetragen, um die Wundheilung zu unterstützen.

Das Vitamin C ist der wichtigste Inhaltsstoff der kleinen Vitaminbomben, die ab Anfang September reif zur Ernte sind. Neben der abwehrkraftsteigernden Wirkung hat das Vitamin C aus Sanddornbeeren auch antioxidatives Potenzial und damit einen positiven Effekt auf jede Zelle des menschlichen Körpers. Hervorzuheben ist zudem der hohe Vitamin-B-Gehalt. Vitamine der B-Gruppe erfüllen unter anderem wichtige Funktionen im Nervenstoffwechsel, bei der Regeneration der Muskulatur und zum Teil auch bei der Herstellung von Antikörpern. Zusätzlich punktet die Sanddornbeere mit sekundären Pflanzenstoffen und fruchteigenen Ballaststoffen, deren viele positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus noch gar nicht abschließend bekannt sind.



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