Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)   


Bei der Laktoseintoleranz, auch als Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet, wird der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker (Laktose) nicht verdaut. Grund dafür ist das fehlende oder vermindert produzierte Verdauungsenzym Laktase. Laktase ist ein Milchzucker spaltendes EnzymLexikon, das von der Dünndarmschleimhaut gebildet wird.


Die Milchzuckerunverträglichkeit darf nicht mit der, Milch-Eiweiß-Allergie verwechselt werden, bei der es sich um eine aktive Immunreaktion aufgrund einer echten Allergie gegen Kuhmilch Eiweiß handelt.


Bei Laktoseintoleranz gelangen nach dem Konsum von Milch und Milchprodukten größere Mengen Milchzucker, in den Dickdarm und werden dort von der Darmflora als Nährstoff vergoren. In der Folge kommt es vor allem zu Knurren und Unruhe im Magen, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Bauchkrämpfen und Durchfällen.


Es können aber auch Symptome auftreten, die nicht auf den Magen-Darm-Trakt bezogen sind. Es kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Akne kommen.


Die Beschwerden treten in der Regel unmittelbar nach dem Verzehr Laktose haltiger Nahrungsmittel auf, manchmal geschieht dies auch erst nach Stunden.


Oft bleibt die Laktoseintoleranz über Jahre unerkannt. Die wenigsten gehen bei Völlegefühl und Blähungen gleich zum Arzt. Außerdem kommen und gehen die Befindlichkeitsstörungen. Je nach aufgenommener Laktosemenge tolerieren Betroffene den Milchzucker phasenweise. Jemand, der nur eine leichte bis mäßige Unverträglichkeit hat, könnte unter Umständen 20 Gramm Milchzucker täglich und somit z.B. 300 Gramm Eiscreme ohne Schwierigkeiten vertragen. Wer aber schon nach kleinen Mengen Durchfall bekommt, toleriert nahezu keine Laktose.


Es gibt inzwischen Laktose reduzierte Milchprodukte auf dem Markt, unter anderem Milch, aber auch Käse, Joghurt, Sahne und Quark. Fermentierte Lebensmittel, wie gut gereifter Käse z.B. Parmesan oder alter Emmentaler, enthalten einen geringeren Laktose Anteil und sind deshalb besser verträglich.


Es ist zu beachten, dass Laktose vielen Produkten zugesetzt wird, wie Broten, Getreideriegeln, Fertiggerichten, Würzmischungen, Wurstwaren, mariniertem Fleisch, Teigen, Bonbons, Speiseeis und Schokolade. Hier ist es nötig die Zutatenliste der Lebensmittel genau zu studieren. Glücklicherweise vertragen die meisten Betroffenen nahezu beschwerdefrei kleinere Mengen an Laktose, so dass eine völlige Meidung gar nicht notwendig ist.


Bei uns in Deutschland leiden ca. 17 % der Bevölkerung an einer Milchzuckerunverträglichkeit, in Südostasien sind es 98 %, denen das EnzymLexikon Laktase fehlt. Auf den Speisekarten dieser Länder finden wir auch keine Milchprodukte.


Genetisch war es ursprünglich nicht vorgesehen, dass Erwachsene Säuglingskost (Milch) trinken sollten. Mit dem Abstillen verloren deshalb unsere Vorfahren die Fähigkeit, den enthalten Milchzucker im Darm zu spalten und zu verdauen. Erst mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen durch Mutation ein Gen, das die Produktion von Laktase im Darm von Erwachsenen möglich machte.


Die Laktose Intoleranz wird oft erst mit zunehmendem Alter diagnostiziert, da dann die Enzymaktivität immer mehr nachlässt. Dies ist aber von Mensch zu Mensch genetisch bedingt sehr unterschiedlich. Der eine bekommt um die 40 Bauchgrummeln nach dem Genuss von Milch oder Joghurt, der andere hat mit 60 noch keinerlei Beschwerden.


Durch chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder durch Zöliakie (Gluten-unverträglichkeit) kann es nachfolgend zur sogenannten sekundären Laktoseintoleranz kommen. Nach erfolgreicher Behandlung der Erkrankung, verträgt der Betroffene meist wieder laktosehaltige Nahrungsmittel.


Wer auf Milchprodukte verzichtet, muss trotzdem keinen Kalziummangel befürchten. Der Tagesbedarf an KalziumLexikon liegt bei 1,5 g, um einer Osteoporose vorzubeugen Es gibt viele andere Kalziumquellen, etwa Mineralwasser, Gemüse, Nüsse und Sojaprodukte.


Auch der Einsatz von Vitalpilzen ist bei der Laktoseintoleranz sinnvoll. Eine Reihe von Vitalpilzen, z.B. ReishiLexikon, und ShiitakeLexikon, enthalten viel KalziumLexikon. MaitakeLexikon fördert mit seinem hohen Gehalt an Ergosterin (einer Vitamin D Vorstufe) den Einbau von KalziumLexikon in die Knochen. HericiumLexikon und CoprinusLexikon sorgen für eine gesunde Darmflora.


Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer!


Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.