Fußpilz

Fußpilz



Bei Fußpilz handelt es sich um eine Ansteckung mit Hautpilzen (Dermatophyten) am Fuß. Der häufigste Fußpilzerreger ist ein Fadenpilz (Trichophyton rubrum). In mehr als neun von zehn Fällen ist eine Infektion mit ihm die Ursache des Fußpilzes. Die wissenschaftliche Bezeichnung von Fußpilz lautet Tinea pedis.


Der Pilzbefall kann sich auch auf die Fußnägel ausbreiten und zur sogenannten Onychomykose (Nagelpilz) führen, die meist an der großen Zehe auftritt.


In Mitteleuropa zählt Fußpilz zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Männer sind öfter betroffen als Frauen. Schätzungen zufolge ist etwa jeder zehnte Deutsche infiziert. Doch nur wenige lassen die unangenehme Pilzkrankheit behandeln. Bei jedem Barfuß-Schritt verlieren die Betroffenen pilzverseuchte Hautschuppen, die sich beim nächsten barfuß Gehenden festsetzen und so Fußpilz auslösen können. Vor allem zwischen den Zehen findet der Pilz einen optimalen, feucht-warmen Aufenthaltsort. Beste Voraussetzungen also, um sich weiter ungestört zu verbreiten.


Erstes Anzeichen für Fußpilz kann eine aufgeweichte Haut im Zehenzwischenraum sein. Leichte Rötung, weiße Schuppungen, jucken oder brennen der Füße kommen hinzu. Manchmal können auch tiefe, sehr schmerzhafte Risse in den Zehenzwischenräumen entstehen. Diese offenen Hautstellen zwischen den Zehen bieten sich als Eintrittspforte für andere Keime an, die schwere Infektionen verursachen können. So können zum Beispiel Streptokokken einwandern und im Unterschenkel eine Wundrose (Erysipel) verursachen.


Doch längst nicht jeder, der mit Fadenpilzen in Kontakt kommt entwickelt eine Fuß- oder Nagelpilzinfektion. Andere Risikofaktoren müssen hinzu kommen, die den Ausbruch der Infektion begünstigen. Gefährdet sind all diejenigen, die eine Veranlagung zur Pilzinfektion geerbt haben. Auch Fehlstellungen und Hautverletzungen an den Füßen machen es den Pilzen leichter sich festzusetzen. Besonders gefährdet sind Menschen, die an Diabetes mellitus oder Durchblutungsstörungen leiden. Zu ihnen zählen beispielsweise auch viele Raucher.


Tritt der Fußpilz zum ersten Mal auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mit Hilfe von speziellen pilztötenden Medikamenten (Antimykotika) verschwinden die lästigen Symptome meist schnell. Ist die Erkrankung nach der Behandlung abgeheilt, ist es wichtig, dass Sie einer erneuten Infektion mit Fußpilz gezielt vorbeugen.


So können Sie einem Fußpilz vorbeugen:


     

  • Tragen Sie nicht dauerhaft Turnschuhe und dicke Schuhe mit Gummisohlen, sondern wechseln Sie auch mal zu luftdurchlässigen Schuhen wie Sandalen oder leichten Halbschuhen. Ziehen Sie die Schuhe aus, wann immer es möglich ist. Laufen Sie im Sommer viel barfuß.
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  • Tragen Sie keine Socken aus synthetischem Material, da sie das Wachstum des Fußpilzes fördern. Bevorzugen sie atmungsaktive Materialien wie Wolle und Baumwolle. Wechseln Sie Ihre Socken täglich - wenn sie verschwitzt sind, auch mehrmals im Lauf des Tages.
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  • Teilen Sie Schuhe und Socken nicht mit anderen Menschen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Das gilt auch für Gummistiefel, Skischuhe und Rollerblades.
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  • Pflegen Sie Ihre Füße regelmäßig. Das heißt: Gründlich waschen und vor allen Dingen gut abtrocknen . Achten Sie dabei besonders auf die Zehenzwischenräume.
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  • In Bädern, Saunen, öffentlichen Wasch- und Umkleidekabinen, Hotelzimmern und auf Campingplätzen sollten Sie immer Badeschuhe oder Hausschuhe tragen.
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  • Wechseln Sie Ihre Handtücher mindestens einmal pro Woche. Wer sich schon mit einem Fußpilz infiziert hat, sollte ein eigenes Handtuch für die Füße benutzen und dieses täglich wechseln – und natürlich nicht barfuß laufen, um die Fußpilzsporen nicht weiter zu verbreiten.
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  • Waschen Sie Socken, Handtücher, Badematten und Bettzeug bei mindestens 60 Grad Celsius.

 

Wir wünschen Ihnen einen „fußpilzfreien“ und unbeschwerten Sommer!


Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.