Krampfadern – Blutstau in den Venen

Krampfadern – Blutstau in den Venen



Wie entstehen Krampfadern?

Krampfadern entstehen, wenn die Venen nicht mehr richtig arbeiten. Die Hauptaufgabe der Venen ist, das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen zu transportieren. Die meiste Pumparbeit leistet das Herz, aber auch die Wadenmuskulatur und die elastische Wand der Blutgefäße spielen eine wichtige Rolle. Bei jeder Bewegung pressen Muskeln und Venenwände das Blut in Richtung Herz. In den Venen verhindern Klappen, die wie Ventile arbeiten, dass das Blut zurückfließt.

Warum bekommt man Krampfadern?

Hauptursache ist eine angeborene Bindegewebsschwäche und damit einhergehend eine Schwäche der Venenwände und –klappen. Darüber hinaus gibt es viele Faktoren, die das Entstehen von Krampfadern begünstigen. Hierzu zählen Bewegungsmangel und Übergewicht, da diese den Druck auf die Venen erhöhen und den Blutstau fördern. Da das Bindegewebe auch während einer Schwangerschaft elastischer wird, steigt auch hier das Risiko. Darüber hinaus begünstigen typische Steh- und Sitzberufe wie Verkäuferin oder Sekretärin die Bildung von Krampfadern.

Wie erkennt man, dass man ein erhöhtes Risiko für Krampfadern besitzt?

Da hilft zum Beispiel ein Blick auf die Familie. Haben Mutter, Vater oder andere Familienmitglieder bereits starke Krampfadern, steigt das Risiko, selbst welche zu entwickeln. Besenreiser, kleine rot-bläuliche geschlängelte Äderchen, die hauptsächlich am Bein auftreten, können erste Hinweise auf eine Venenerkrankung sein.Treten ein Schweregefühl in den Beinen oder Schwellungen über einen längeren Zeitraum auf, so können dies ebenfalls Anzeichen für eine beginnende Venenerkrankung sein.

Behandlungsmöglichkeiten bei Kampfadern.

Das Ziel der Krampfadertherapie ist es, den Blutfluss in den Venen zu gewährleisten und einen Blutstau zu verhindern. Ödeme (Wasseransammlungen) sollen so verringert, die Versorgung des Gewebes verbessert und die Entstehung von Geschwüren verhindert werden.

Die Behandlung gehört auf alle Fälle in die Hand eines erfahrenen Gefäß-Spezialisten!

Leichte bis mittlere Beschwerden, lassen sich mit Stützstrümpfen (Kompressionsstrümpfen) behandeln. Dies mindert jedoch nur die Beschwerden, die Krampfadern selbst bleiben bestehen. Trotzdem ist dies die Therapie der ersten Wahl.

Stützstrümpfe üben einen dosierten Druck auf das Bein aus, der die geschwächten Venenwände unterstützt. So staut sich weniger Blut in den Venen, die Venenklappen schließen dichter und es bilden sich weniger Wasseransammlungen im Gewebe. Das funktioniert aber nur, wenn die Stützstrümpfe individuell nach Maß angepasst werden. Außerdem müssen die Strümpfe unbedingt im Liegen angezogen werden, da im Stehen oder im Sitzen bereits Blut in den Venen versackt.

Oberflächliche und dünnere Krampfadern lassen sich unter lokaler Betäubung veröden. Bei dieser Methode wird eine Flüssigkeit oder ein Schaum in die Vene gespritzt, um sie zu verschließen. Auch Lasertherapie findet hier Anwendung. Diese Behandlungen verbessern in erster Linie das kosmetische Ergebnis.

Bei ausgeprägten Krampfadern, die Beschwerden machen, ist die Operation die Methode der Wahl. Denn Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Gerade bei tieferliegenden Krampfadern besteht die Gefahr einer Thrombose (Blutgerinnsel-Bildung), die schlimmstenfalls sogar zu einer Lungenembolie führen kann.

Was können wir selbst tun, um unsere Venen zu entlasten?

  • Bleiben Sie in Bewegung. Langes Stehen oder dauerndes Sitzen belasten die Venen. Versuchen Sie auch bei der Arbeit, möglichst oft zwischen Sitzen, Stehen und Gehen zu wechseln.
  • Lagern Sie beim Sitzen die Beine immer wieder hoch. Mit kreisenden Fußbewegungen können Sie auch im Sitzen die Blutzirkulation anregen.
  • Lagern Sie Ihre Beine nachts leicht erhöht, um den Rückfluss des Blutes zu verbessern.
  • Kalte Beingüsse beim Duschen verbessern die Durchblutung.
  • Meiden Sie extreme Hitze wie Sonne oder Sauna.
  • Treiben Sie regelmäßig Ausdauersport wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren.
  • Versuchen Sie überzählige Pfunde abzubauen, denn Übergewicht belastet die Venen zusätzlich.

Der Einsatz von Pflanzenpräparaten, z.B. Extrakte aus Rosskastanie, Rotem Weinlaub oder Mäusedorn können die Behandlung von Krampfadern unterstützen. Von den Vitalpilzen kann vor allem der Auricularia polytricha eingesetzt werden. Er verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und kann so einer Thrombose vorbeugen. Der Polyporus umbellatusLexikon erhöht die Wasserausscheidung und kann bei bestehenden Ödemen Erleichterung schaffen. Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Sommer, bleiben sie aktiv!

Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.