Vital und gesund durch Bitterstoffe

 

Vital und gesund durch Bitterstoffe



Die bitterstoffhaltigen Kräuter, die schon seit mehreren tausend Jahren von Schamanen, weisen Frauen und Ärzten in fast allen Hochkulturen zur Heilung und Linderung unterschiedlichster Beschwerden verwendet wurden, haben auch heute nichts von ihrer Wirksamkeit eingebüßt. Im Gegenteil, nie waren sie so wichtig.

In den Rezepten mittelalterlicher Autoren wie Hildegard von Bingen und Leonhart Fuchs nehmen heimische Bitterkräuter eine wichtige Rolle für die natürliche Anregung und Regulation der Verdauung ein.

Auch in der indischen Gesundheitslehre, im Ayurveda, weiß man um die Bedeutung von Bitterstoffen. Jede ausgewogene Mahlzeit sollte sechs Geschmacksrichtungen (Rasas) enthalten, empfiehlt die ayurvedische Küche: süß, sauer, salzig, scharf, zusammenziehend und – last but not least – bitter.

Das Gemüse früherer Zeiten war wesentlich reicher an Bitterstoffen, denn aus „modernen“ Gemüsesorten und anderen Nahrungsmitteln ist zugunsten eines „angenehmeren“, süßeren Geschmacks der Großteil der Bitterstoffe heraus gezüchtet worden. So hatten früher Gemüsesorten, wie Gurken, Möhren und Spargel ein wesentlich kräftigeres und bittereres Aroma.

Die bitteren Pflanzeninhaltsstoffe haben im Vergleich zu anderen Pflanzengruppen ein unglaublich großes Wirkungsspektrum. Sie wirken nicht nur auf den ganzen Verdauungstrakt, auf Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Dünn- und Dickdarm, sondern auch auf das Herz-Kreislauf-System und den Urogenital-Trakt. In der chinesischen Medizin ist der bittere Geschmack dem Feuerelement und somit Herz, Dünndarm, Kreislauf und Hormonsystem zugeordnet.

Wirkungsspektrum der Bitterstoffe.

 

  • Bitterstoffe verbessern die Verdauung, sie aktivieren die Schleimhäute des Verdauungstraktes, so werden Nährstoffe und Vitamine besser aufgenommen und Abfall – und Giftstoffe besser ausgeschieden.

  • Bitterstoffe helfen bei Verstopfung und Blähungen.

  • Bitterstoffe sorgen für eine aktive Entsäuerung.

  • Bitterstoffe mobilisieren die Abwehrkräfte.

  • Bitterstoffe sind natürliche Fatburner, sie regulieren den Appetit und sorgen dafür, dass sich schneller das Sättigungsgefühl einstellt.

  • Bitterstoffe wirken tonisierend auf Herz und Kreislauf, halten die Blutgefäße elastisch, fördern die Durchblutung von Gehirn, Haut und Geweben, und wirken entzündungshemmend.

  • Bitterstoffe werden bei Menstruationsbeschwerden, wie Blähungen, Krämpfen und Kopfschmerzen empfohlen.

Auch wenn aus vielen Lebensmitteln der bittere Geschmack ganz oder weitgehend heraus gezüchtet wurde, gibt es doch genügend Kräuter, Salate oder Gemüsepflanzen, mit deren Hilfe Bitterstoffe wieder in den Speiseplan Einzug halten können.

In welchen Pflanzen sind Bitterstoffe enthalten?

Bitterstoffe sind in:

  • Gewürzdrogen enthalten, unter anderem im Basilikum, Bohnenkraut, Rosmarin, Thymian, Liebstöckel, Koriander, Dill und Kurkuma. Zum Würzen der Speisen eignen sich vor allem frische Kräuter.

  • Salaten und Gemüse: wie Chicorée, Endivien, Radicchio, Rucola Löwenzahn, Artischocken, Schwarzwurzeln, Rosen- und Blumenkohl zu finden.

  • Getrockneten Kräutern, die als Teezubereitung eingesetzt werden können z.B.: Mariendistel, Tausendgüldenkraut, Isländisches Moos, Hopfen, Salbei, und gelber Enzian.


Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen!“


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