Vitilligo - Weißfleckenkrankheit

Vitiligo – wenn die Haut ihre Farbe verliert    


Unter der Vielzahl der Hauterkrankten stellt die Patientengruppe mit der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) in Deutschland nur eine kleine Minderheit dar. Man geht davon aus, dass zurzeit etwa 300.000 Menschen in der Bundesrepublik an dieser Hauterkrankung leiden. Weltweit sind ca. zwei Prozent der Bevölkerung betroffen.


Als einer der bekanntesten Vitiligo-Patienten gilt der Pop-Musiker Michael Jackson.


Die Vitiligo ist ungefährlich  und tut nicht weh – also eine harmlose Erkrankung ohne schwere Folgen. Betroffene sehen das anders: Die weißen Flecke auf der Haut werden von den meisten Patienten als entstellend empfunden. Besonders im Sommer, wenn Badehose, T-Shirt und kurze Hosen die hellen Hautbereiche auch für andere sichtbar machen.


In den meisten Fällen entsteht die Vitiligo zwischen dem zehnten und zwanzigsten Lebensjahr. Zuerst treten die weißen Hautbereiche nur vereinzelt auf, schließlich verbreiten sie sich über den ganzen Körper.


Die Vitiligo entsteht durch den Verlust besonderer Hautzellen – den sogenannten Melanozyten. Sie produzierenden den Farbstoff Melatonin, der jedem Menschen seine Hautfarbe verleiht.


Die Ursachen der Pigmentstörung sind nicht bekannt. Die Vitiligo tritt häufig in Verbindung mit Autoimmunerkrankungen (z.B. Schilddrüsenerkrankungen) auf – Forscher nehmen an, dass körpereigene Abwehrstoffe die Pigmentzellen der Haut zerstören. Auch finden sich bei Betroffenen häufig intensive und unerwünschte Veränderungen (Dysbiosen) in der Darmflora.


Mögliche Auslöser sind außerdem Sonnenbrand und psychischer Stress. Auch Verletzungen und Entzündungen der Haut können die Pigmentstörung hervorrufen.


Heilbar ist die Vitiligo nach heutigen medizinischen Erkenntnissen noch nicht. Oft wird der Patient intensiv mit UV-Licht bestrahlt, was schnell zu Verbrennungen führen kann, weil die weißen Hautareale ja völlig ohne Pigmentierung sind. Im schlimmsten Fall können sich durch die Lichtbehandlungen sogar Hautkarzinome entwickeln.


Eine vielversprechende Therapie stellt die Lichttherapie mit Laserstrahlen (Excimer-Laser) dar, die die Melanozyten zum Wachstum anregen soll.


Wichtig ist, dass ein erfahrener Hautarzt mit dem Betroffenen zusammen die jeweilig beste Therapieform wählt. Es sollten keine unseriösen Therapieangebote einfach ausprobiert werden.


Das können Betroffene selbst tun:


Schützen Sie Ihre Haut vor übermäßigem Sonnenlicht, denn Vitiligo-Haut bekommt besonders leicht einen Sonnenbrand.


Auch Stress zählt zu den Auslösern der Krankheit. Suchen sie geeignete Methoden zum Stressabbau.


Mit spezieller Kosmetik können Sie die weißen Hautbereiche abdecken (Camouflage). Die Camouflage ist wasserfest und haltbarer als gewöhnliches Make up. Selbstbräuner sind dagegen weniger zu empfehlen, da erneute Fleckenbildung sehr wahrscheinlich ist.


Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt ist besonders wichtig, denn das Risiko an einem malignen Melanom zu erkranken, ist durch Vitiligo erhöht.


Der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, mit der eigenen Erkrankung besser umzugehen. Informieren Sie sich auf dem Portal des Deutschen Vitiligo-Bundes e.V.


Eine psychotherapeutische Beratung kann den Verlauf der Krankheit verlangsamen, denn die Psyche hat einen großen Einfluss auf die Erkrankung.


Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.