Wer kann sich nicht riechen?

Wer kann sich nicht riechen?
Wer kann sich nicht riechen?

Oder: Warum Äpfel und Birnen nicht nur in der Mathematik nicht zusammenpassen.



Obst und Gemüse sind wichtige und gesunde Ernährungsbausteine, die uns mit reichlich Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgen. Durch zu lange oder falsche Lagerung können die Nährstoffe jedoch teilweise bis völlig zerstört werden. Zum Beispiel hat zu warm gelagertes Gemüse nach zwei Tagen bis zu 70% seiner Vitamine verloren. Zudem verdirbt falsch gelagertes Obst und Gemüse relativ schnell. Wenn Sie ein paar Kleinigkeiten beachten, erreichen Sie, dass Ihr Obst und Gemüse langsamer altert und die wertvollen Eigenschaften erhalten bleiben. Nachfolgend ein paar Tipps, wie Sie Ihr Obst und Gemüse vitaminschonend und frisch aufbewahren können:

Basics: Das gilt immer!


Äpfel immer getrennt von anderen Obstsorten und Kartoffeln lagern, da Äpfel das natürliche Gas Ethylen ausscheiden. Dieses Gas bewirkt einen schnelleren Reifungsprozess bei anderen Früchten, die in nächster Nähe liegen. Ethylenempfindliche, d.h. nachreifende Früchte welken bzw. faulen dann schneller.

Immer getrennt aufbewahren, da sehr starke bzw. starke Ethylen-Absonderung:
- Äpfel, Aprikosen, Marillen
- Nektarinen, Pfirsiche
- Tomaten, Avocados
- Bananen, Birnen
- Mango, Kiwi

Druckstellen: was tun?


Druckstellen sind Gewebeschäden, an denen der Vitamingehalt oft niedriger ist als an den „gesunden“ Gewebeteilen. Entdeckt man Druckstellen, kann man sie problemlos ausschneiden und die restliche Frucht ganz normal weiterverarbeiten.

Lagertipps für Obst und Gemüse


Grünzeug: Bundmöhren, Kohlrabi, Radieschen, Fenchel, Sellerie etc. hält länger, wenn man das Grünzeug entfernt.

Obst und Gemüse in getrennten Behältern aufbewahren.

Steinobst wie Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen am besten immer im unteren Fach des Kühlschranks aufbewahren, optimal ist eine Temperatur von 2 - 4°C. So gelagert halten sie sich ca. drei bis vier Tage. Damit sich ihr Aroma voll entfalten kann, nehmen Sie die Früchte ca. ein bis zwei Stunden vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank. Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen immer erst kurz vor dem Verzehr waschen. Durch das Waschen würde bei der Lagerung sonst nämlich zu viel Feuchtigkeit entstehen und die Früchte schneller verderben lassen.

Ungewaschen hält frisch: Gemüse und Obst hält sich ungewaschen länger, denn anhaftende Erde wirkt wie ein Verdunstungsschutz.

Zwiebeln: Trocken und lichtgeschützt, von Obst getrennt lagern. Paprika: Ist eine nachreifende Frucht und sollte deshalb von nachreifenden Früchten und Gemüse getrennt gelagert werden.

Möhren: Nicht neben nachreifende Früchte lagern, sonst werden die Karotten bitter, bei Bundmöhren das Laub entfernen.

Austernpilze: Der weiße Flaum auf den Pilzen ist kein Schimmel, sondern der Pilz, der abgeschnitten weiter wächst.

Kartoffeln: Bei einer Lagerung unter 3,5°C bekommen sie einen süßlichen Geschmack. Grüne Stellen vor dem Essen entfernen.

Kohl/Kraut: Bei längerer Lagerung werden die äußeren Blätter trocken. Diese erst vor dem Verbrauch entfernen, da sie auch als Verdunstungsschutz dienen.

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