Wissenswertes zum Thema Husten

Wissenswertes zum Thema Husten
Wissenswertes zum Thema Husten
Husten begegnet uns im Alltag recht häufig, denn Husten ist zunächst ein wichtiger Schutzmechanismus und Reinigungsreflex unseres Bronchialsystems. Husten kann jedoch auch ein Symptom für Erkrankungen sein.

Hustenreflex



Bei jedem Hustenstoß werden mit hoher Geschwindigkeit Fremdkörper, Staub oder Schleim aus unseren Atemwegen befördert. Gelangt beispielsweise ein Krümel anstatt in die Speiseröhre in den Kehlkopf oder die tieferen Atemwege, legen sich die Stimmbänder unter starker Muskelanspannung sofort aneinander und es wird ein reflexartiger Hustenreiz ausgelöst. Durch den Ausatemstoß wird die Stimmritze explosionsartig aufgesprengt und der Fremdkörper aus den unteren Atemwegen nach oben in den Rachen geschleudert.

Hustensensoren


In der Schleimhaut der Luftröhre und der Bronchien befinden sich zahlreiche Husten-Sensoren, die auf entsprechende Reize wie Schleim, Staub und Fremdkörper ansprechen. Bei einem Erkältungshusten entstehen Hustenreize durch Überempfindlichkeit der Hustensensoren und/oder einer großen Ansammlung von Schleim.

Schleimhäute und Flimmerhärchen als Filter


Die eingeatmete Luft wird durch die Schleimhäute der Nase angefeuchtet und auf Körpertemperatur erwärmt. Staubpartikel, Pollen und sonstiger Schmutz werden aus der eingeatmeten Luft bereits mit Hilfe der Härchen in der Nase heraus gefiltert.

Die Lunge selbst ist mit Schleimhaut und feinsten Flimmerhärchen ausgekleidet. Diese haben die Aufgabe, Schadstoffe nicht in die Lunge gelangen zu lassen. Denn nicht alle Stoffe in der Luft werden bereits in der Nase heraus gefiltert. Feinstäube, wie Dieselruß, Mehlstaub, Schleifstaub, Gase vom Schweißen usw. gelangen bis in die unteren Luftwege.

Mit Hilfe der Flimmerhärchen werden Fremdkörper durch Husten wieder aus der Lunge in den Rachenraum befördert und so die unteren Atemwege gereinigt. Aber nicht alle Fremd- und Schadstoffe können so wieder aus der Lunge entfernt werden. Tabakrauch und einige Partikel von Stäuben und Abgasen sind in ihrer Größe so klein, dass die sich auf der Lungenoberfläche festsetzen können. Sie schädigen das Flimmerepithel in der Lunge nachhaltig.

Husten ist nicht gleich Husten



Dauer des Hustens

Von der zeitlichen Dauer ist es abhängig, ob Husten als akut oder chronisch eingestuft wird. Ein akuter Husten dauert weniger als drei Wochen, die häufigsten Auslöser dafür sind akute Virusinfektionen, allergisch bedingter Schnupfen oder das Einatmen von Fremdkörpern oder Reizgasen (z.B. Formaldehyd, Chlorgas etc.)

Chronischer Husten dauert länger als drei Wochen. Häufig steckt eine chronische Bronchitis (Raucherhusten), Asthma bronchiale oder eine COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) dahinter. Aber auch chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, Nasenpolypen, Allergien und der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre können zu dauerhaftem Husten führen. Manchmal stecken auch Nebenwirkungen von Medikamenten dahinter. Die sogenannten ACE-Hemmer, die gegen Bluthochdruck und chronischer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) eingesetzt werden, lösen bei manchen Menschen Husten aus.

Verschiedene Hustentypen


Der Husten selbst kann in verschiedenen Arten auftreten. Nach folgenden Kriterien lässt er sich unterscheiden: Husten ohne Auswurf wird auch als unproduktiver Husten oder Reizhusten bezeichnet. Dieser Husten entsteht aufgrund einer Reizung der oberen und unteren Atemwege. Hierzu zählen z.B. eine akute Reizung durch Staub oder Gase in der Lunge, was dann zu einem Husten als Reflex führt. Auch ein Husten - verursacht als Nebenwirkung von Medikamenten – zählt zum Reizhusten. Bei einer kleinen Lungenembolie ist in manchen Fällen Reizhusten das einzige Krankheitszeichen.

Husten mit Auswurf oder schleimproduzierender Husten wird auch produktiver Husten genannt. Die häufigsten Ursachen für Husten mit Auswurf sind Erkältungen, chronische Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder eine Lungenentzündung.

Husten mit blutigem Auswurf kann verschiedene Ursachen haben. Hierzu zählen insbesondere eine schwere Bronchitis mit Schleimhautblutungen, Lungenembolie, Tuberkulose, Lungenkrebs und eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). In sehr seltenen Fällen sind Gerinnungsstörungen wie bei der Bluterkrankheit oder nach Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (Marcumar) die Ursachen.

Wann sollten Sie sich in Behandlung begeben


Bei akuten Problemen, die in Verbindung mit Husten auftreten können, sollten Sie sofort zum Arzt gehen oder den Notarzt anrufen. Hierzu gehören Atemnot, ausgeprägte Schluckbeschwerden durch einen geschwollenen Rachen und Husten in Verbindung mit hohem Fieber.

Wenn der Husten länger als drei Woche andauert, ist eine Abklärung der Ursachen unbedingt notwendig. Husten sollte nie bagatellisiert werden. Die Aussage: „ Wer lange hustet, lebt lange…“ ist gefährlich und falsch!

Erst wenn abgeklärt ist, welche Grunderkrankung den Husten auslöst, kann eine sinnvolle Behandlung beginnen. Je nach Ursache des Hustens ist der Einsatz der Vitalpilze eine wertvolle Hilfe. Gerade Erkältungen, Bronchitiden, Allergien und andere Erkrankungen lassen sich hervorragend mit Hilfe der Vitalpilze lindern.

Ihre Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V.


Quellen:
Herold: Innere Medizin
Robert Koch-Institut
Leitlinien der Dt. Ges. f. Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP): Diagnostik und Therapie bei Patienten mit akutem und chronischem Husten.