Vitalpilze bei Autoimmunerkrankungen – können sie das Immunsystem auch zu stark stimulieren?
Hallo zusammen,
erst einmal möchte ich sagen, wie unglaublich froh ich bin, dass das Forum endlich wieder geöffnet ist! Gerade in den letzten Monaten habe ich selbst eine Erfahrung gemacht, die mich ziemlich verunsichert hat und über die ich mich gerne mit euch austauschen würde.
Ich habe Lupus (SLE), Sjögren und Fibromyalgie und nehme seit einiger Zeit die Vitalpilze Cordyceps, Reishi und ABM ein. Da ich mir davon eine Verbesserung meiner Beschwerden erhofft habe, habe ich die Dosierung nach und nach erhöht.
Leider habe ich daraufhin einen unglaublich heftigen Schub bekommen, mit extrem starken Schmerzen im Gesicht sowie geschwollenen Lymphknoten und Speicheldrüsen und Trigeminusschmerzen auf beiden Seitwn. Solche Beschwerden im Gesicht hatte ich vorher noch nie, und was mich besonders beunruhigt, ist, dass die Schmerzen bis heute geblieben sind.
Natürlich habe ich mich daraufhin gefragt, ob es vielleicht eine Art Erstverschlimmerung oder Heilreaktion sein könnte, und habe angefangen, mich noch einmal genauer mit der Wirkung der Vitalpilze auf das Immunsystem zu beschäftigen.
Dabei bin ich auf etwas gestoßen, das mich ziemlich nachdenklich gemacht hat. Vitalpilze werden ja meistens als immunmodulierend beschrieben, also so, als würden sie das Immunsystem vor allem regulieren und wieder ins Gleichgewicht bringen. Ich habe allerdings einige wissenschaftliche Veröffentlichungen gefunden, in denen beschrieben wird, dass bestimmte Vitalpilze auch deutlich immunstimulierend wirken können.
Besonders interessant fand ich eine Studie zum ABM, in der solche immunstimulierenden Effekte beschrieben wurden. Seitdem frage ich mich, ob diese Wirkung gerade bei Autoimmunerkrankungen nicht auch problematisch sein könnte. Schließlich ist unser Immunsystem ohnehin schon fehlreguliert, und eine zusätzliche Stimulation wäre möglicherweise genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen möchte.
Mir ist natürlich bewusst, dass immunstimulierend nicht automatisch bedeutet, dass ein Pilz einen Krankheitsschub auslöst. Trotzdem finde ich die Frage wichtig, ob Vitalpilze tatsächlich immer so ausgleichend wirken, wie es häufig dargestellt wird, oder ob sie bei manchen Menschen auch bestehende Autoimmunprozesse verstärken könnten.
Ich weiß selbstverständlich nicht, ob meine Beschwerden wirklich mit den Pilzen zusammenhängen. Was mich allerdings stutzig macht, ist, dass die Dosiserhöhung tatsächlich das Einzige war, was ich in dieser Zeit verändert habe.
Im Moment habe ich jedenfalls eher das Gefühl, dass sich mein Zustand dadurch verschlechtert statt verbessert hat, und bin ziemlich unsicher, wie ich jetzt mit der Einnahme weitermachen soll.
Deshalb würde mich sehr interessieren, ob jemand von euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat, besonders im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen.
Wie seht ihr das mit der immunstimulierenden Wirkung von Cordyceps, Reishi und vor allem ABM? Kennt jemand vielleicht Studien dazu oder hat selbst erlebt, dass sich Beschwerden nach einer Dosiserhöhung verstärkt haben?
Und was haltet ihr in diesem Zusammenhang von der sogenannten Erstverschlimmerung? Ich frage mich inzwischen, ob man nicht manchmal Gefahr läuft, eine tatsächliche Verschlechterung als vermeintliche Heilreaktion einzuordnen.
Ich möchte die Vitalpilze damit überhaupt nicht grundsätzlich infrage stellen. Ich versuche einfach zu verstehen, was bei mir passiert sein könnte und ob die Wirkung auf das Immunsystem vielleicht doch nicht immer so eindeutig positiv ist, wie man häufig liest.
Ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen und Erfahrungen freuen!
Liebe Grüße
