Vitalpilze bei Lebermetastasen

  • Hallo Zusammen!


    Ich habe ein paar Fragen wegen meiner Mutter, die vor knapp vier Jahren ein Gallengangskarzinom hatte, das erfolgreich operiert werden konnte. Es ging ihr danach wieder gut, ca. 2,5 Jahre später fand man bei der Kontrolle drei kleine, bösartige Gewächse in der Leber, die mittels einer Ablation herausgebrannt werden konnten. Obwohl sie dann noch ein Leberabszess bekam, erholte sich meine Mama in kürzester Zeit wieder und sie hatte keinerlei Einschränkungen in ihrem Alltag.


    Letzte Woche bei der Befundbesprechung sagte man, dass sie wieder ein bösartiges Gewächs in der Leber hat. Da die Stelle diesmal so ungünstig ist (am Leberrand am Gallengang), kann man es nicht operieren. Es ist für uns nicht vorstellbar, dass da wieder was ist, weil sie wirklich super beieinander ist und jetzt nur noch eine Chemo in Frage kommt, um das Ganze in Schach zu halten.


    Ich möchte meine Mutter mit Heilpilzen unterstützen, es gibt leider bei uns hier in der Nähe keine Mykotherapeuten. Daher hoffe ich, dass ihr mir weiterhelfen können.

    Nach dem Lesen eines Buches und im Internet bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der ABM, der Reishi, der Maitake und der Shiitake in Frage kommen. Aber ich möchte mich da natürlich auf eure Expertenmeinung warten. Wie ist es direkt bei der Chemotherapie? Muss man da pausieren, oder dann man die Heilpilze da weiterhin einnehmen? Evt. auch die Kapseln öffnen, wenn der Appetit nicht groß ist? Und wo soll ich die Kapseln bestellen?


    Wir haben kommenden Freitag in der Uniklinik Innsbruck ein Gespräch auf der Onkologie, da möchte ich auch nachfragen, ob die Ärzte mit Heilpilzen zusammenarbeiten.


    Ich danke euch jetzt schon und sende euch viele Grüße aus Österreich!


    Klaudia

  • Hallo Klaudia,


    auch Dir erst mal ein herzliches Willkommen in unserer Forenrunde.


    Ich würde an den Reishi, den Maitake und den ABM, jeweils als Extrakt auch denken. Es ist sogar besser während der Chemo die Vitalpilze zu nehmen, da im Normalfall die Nebenwirkungen nicht so gravierend ausfallen, der Allgemeinzustand ein viel besserer ist, das Blutbild verschlechtert sich nicht so usw. usf. Wenn Du bei Google die Worte "Agrolab Vitalpilze" eingibst, dann erscheinen Lieferanten die ihre Pilze bei diesem deutschen, unabhängigen Labor testen lassen. Falls Du nichts findest, dann schreib mir eine PN, in Österreich gibt es auch 2 Lieferanten (einer davon in Obernd...) die gute Pilze anbietet. Wenn die Kapseln nicht geschluckt werden können oder möchten, dann können diese gerne geöffnet werden und alles zusammen in ein Getränk oder eine Speise eingerührt werden. Wichtig wäre halt eine Trinkmenge von ca. 3% des Körpergewichts an stillem Wasser und/oder Kräutertees um die Entgiftungsleistung der Pilze zu unterstützen.


    Liebe Grüße und alles, alles Gute für Dich und Deine Mutter

    UlliM

  • Hallo UlliM,


    vielen lieben Dank für deine Antwort.


    Mich würde noch interessieren, wieso Extrakt besser ist als das Pulver. Ich habe im Buch "Heilen mit Pilzen - Das große Handbuch der Mykotherapie" gelesen, dass ausschließlich Pilzpulver vom ganzen Pilz verwendet werden soll. Im Gegensatz zu Extrakten seien dort alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten. Wäre eine Kombination eine Alternative? Oder alleine nur ein Extrakt verwenden? Bin da jetzt gerade etwas unsicher...


    Jetzt habe ich noch eine andere Frage, meine Mama trinkt auch kurmäßig immer wieder den "Flor Essence" Tee. Ich habe da in einem Buch gelesen, dass man ihn auch unterstützend zu einer Chemotherapie trinken kann, allerdings erst drei bis fünf Tage nach der letzten Chemo. Sind dir Wechselwirkungen mit Heilpilzen und diesem Tee bekannt? Die Wirkungen dieses Tees sind auch toll.


    Ich werde die Pilze höchstwahrscheinlich bei "Hawlik" bestellen. Die haben meiner Meinung nach eine super Qualität. Was meinst du? Soll ich dann von den drei genannten Pilzen 3x täglich die drei Sorten geben? Also neun Stück am Tag? Wie viel mg sind zu verabreichen?


    Ich danke dir von Herzen für deine Hilfe.


    Schöne Grüße


    Klaudia

  • Hallo fuchsmandala,


    es ist schon richtig, dass während des Extraktionsvorgang einige hitzelabile und nicht wasserlösliche Bestandteile der Pilze verloren gehen. Allerdings erhöht sich durch diesen Vorgang der Gehalt von Polysacchariden (Polysaccharide sind Mehrfachzucker, gehören zu den Kohlehydraten und Ballaststoffen. Als Cellulose sind sie Bausteine der Zellwände und geben so der Zelle Stabilität und Halt, dienen aber auch als Energiereserve. Sie sind so fest in die Zellwände eingebunden, dass sie weder durch Mahl- noch durch andere Zerkleinerungsverfahren herausgelöst werden können. Deshalb sind Polysaccharide aus dem reinen Pulver schwer für den Körper verwertbar zu machen. Lediglich die Extraktion durch Heißwasser und die ethanolische Fällung können diesen Effekt erzielen.) 20 - 30% höher als in den reinen Pulvern.

    Die reinen Pulver setze ich gerne ein wenn ein eher ganzheitlicher Effekt erzielt werden soll, die Extrakte wenn bereits Erkrankungen vorhanden sind, bei denen das Immunsystem beteiligt ist. (Wie bei einer Krebserkrankung, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage war die entartete Zelle zu erkennen und adäquat zu bekämpfen).

    Eine Wechselwirkung mit dem Tee ist nicht zu befürchten, die Pilze lassen sich mit nahezu allen naturheilkundlichen Mitteln kombinieren.

    Es sollten pro Pilz Extrakt und Tag eine Verzehrsmenge von ca. 1.200 - 1.800mg genommen werden. Wenn Dir das zu viele Kapseln sind, dann kannst Du diese auch gerne öffnen und in ein Getränk oder eine Speise einrühren.


    Liebe Grüße und alles, alles Gute für Dich

    UlliM


    P.S.: Der Lieferant passt :thumbup: