Hallo Irena,
eigentlich ist es ja schon ganz schön spät, aber ich kann das selber auch nicht ertragen, dass Du derzeit mit solchen Gedanken untergehst.
Klar bist Du verzweifelt. Aber wer ist das nicht, bei einer solchen Diagnose.
Trotzdem, Du bist nicht allein. Und viele Deiner jetzigen Erlebnisse haben sicher auch andere Krebspatienten.
Die Sache mit der Beerdigung habe ich drei Mal ertragen müssen.
Das erste Mal war unser lieber Nachbar. Er litt seit Monaten an einem Magerkarzinom, die Bauchspeicheldrüse bereits mit befallen, ABER die Ärzte haben nichts gefunden, obwohl er von selbst zwei Mal wegen starken Magenschmerzen in die Klinik gefahren war.
Er hatte dann seinen Befund bekommen, als ich bereits mitten in der Chemo steckte und das Allerschlimmste war, er sagte:"Jetzt sind wir Leidensgefährten".
Für den Moment tat dieser Satz mir noch nicht weh, denn wir konnten doch noch nach Möglichkeiten suchen, weiter zuleben.
Allerdings hat er es nicht geschafft. Nicht die Krebskrankheit selbst, sondern die Chemo hat ihn so geschwächt, dass er keine Kraft mehr hatte.
Und da es sich ja für Nachbarn so gehört und mein Mann nicht zu Hause war, bin ich mit zu seiner Beerdigung gegangen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
Da kam mir dann dieser Satz ein.."Leidensgefährten..." NEIN, ich wollte nicht mitgehen.....
Danach hatte ich eigentlich ein ziemlich , heut sag ich, "blödes" Gefühl. Ich fühlte mich schuldig dafür, dass er gestorben war und ich weiterlebe.....
Man macht sich dann eben ganz verrückte Gedanken und denkt natürlich mehr, als alle anderen, eher über den eigenen Tod nach.....
Aber jetzt glaube ich mittlerweile, das ist dann schon mal normal.
Als nächstes haben wir den Mann der Cousine meines Mannes zu Grabe getragen. Er war nur vier Jahre älter als wir.
Woran ist er gestorben, ja auch an Krebs. Und auch er wurde falsch behandelt, Die Krankheit viel zu spät erkannt und auch hatte durch die Chemo keine Chance mehr nach mehreren OPs wieder zu Kräften zu kommen.
An dieser Stelle kam dann in mir eher die Wut auf, dass man diesen Menschen nicht auch die Möglichkeit alternativer Heilmethoden anbietet.
Die dritte Beerdigung dann hatte zur Folge, dass ich mich ganz anders mit dem Thema sterben auseinander gesetzt hatte oder besser gesagt, glaub ich nicht mehr drüber nachgedacht hatte.
Er war eine Urnenbeisetzung. Viele Freunde nahmen an dem sehr kleinen Grab, eigentlich dem kleinen Urnenloch, Abschied. Als ich vor dem Grab stand, war das Loch schon bis oben hin mit Blumenblüten gefüllt. Also war doch eigentlich kein Platz mehr für mich. Von da an habe ich mich nie mehr mit meinem eigenen Tod beschäftigt, sondern eher drüber nachgedacht, was ich noch alles zu erledigen habe und noch alles so machen will.
Denk bitte einfach nicht mehr länger drüber nach, welchen Gedanken Du gefolgt warst. Versuche Dir ein neues Ziel zu setzen. Irgend etwas Schönes, Sinnvolles.
Denk jetzt einfach mal ganz konkret über die Öl-Eiweiß-Kost nach. Damit kann man sich schon ganz ausgiebig beschäftigen.
Nur eins versteh ich nicht ganz...
ZitatÖl Eiweiß Kost.....puh... harter tobak ...ich hab das Gefühl ich müsste Milliadärin sein um gesund zu werden
Was findest Du denn an dieser Kost sooo kostspielig?
Zitatich brauche komplett neue Kleidung, darf kein Fernseh mehr schauen, brauche komplett gleich ein neues Küchengeräteset....
Wer sagt denn sowas?
Lass Dich doch bloß nicht von den "Thermomixern" verrückt machen..... Kann sein, Majalena hat vielleicht dieses Gerät erwähnt???
Ich habe auch nicht meinen Hausrat aufgerüstet und hab auch keine Massen an neuen Klamotten gebraucht.......
Gehs doch mal ganz entspannt und langsam an, ganz OHNE Stress, denn DEN brauchst Du im Moment doch am wenigsten.
Quark ist nicht teuer, Leinöl gibt es im Reformhaus auch zu ganz vernünftigen Preisen. Und Obst und Gemüse bekommst Du doch sicher auf dem Markt oder einem guten Gemüseladen.
Übrigens, Gemüse und Obst sind längst nicht so teuer, wie Fleisch- und Wurstportionen für jeden Tag. Ich habs auch erst lernen und erfahren müssen.....
Aber es geht mir seit dem viel besser.
Du kannst Dich natürlich auch mit der Hildegard-Heilkunde beschäftigen. Fencheltee z.B., Rote-Beete, Dinkelmehl und Dinkelbrot kosten auch nicht die Welt, helfen aber dem Körper bei der Unterstützung der Selbstheilung, da sie sehr leicht bekömmlich sind und somit gleichzeitig das Immunsystem gepuscht wird.
Nächste Frage....
ZitatIch darf nicht mal Maskara benutzen?
gehört das zu Deinen Erkenntnissen über die Budwig-Diät?
Mach mal bitte jetzt ganz langsam.
Ja. Entspannung ist wohl das Wichtigste, was Du jetzt brauchen würdest. Lass allen Stress beiseite, wo immer Du auch kannst.
Versuchs doch mal Mit Yoga- oder Pilates-Übungen. Die beruhigen ungemein. Oder geh spazieren oder setz Dich an einen langsam fließenden Fluss und gib die Gedanken einfach ab.
Nimm ein schönes Entspannungsbad, vielleicht mit ein wenig Melissen- oder Lavendelöl, dazu schöne beruhigende Musik und der Alltag kann Dich mal, Du wirst sehen. ![]()
Vor allem, lass den Kopf nicht hängen, wir sind hier und helfen Dir
So, nun geh ich aber auch schlafen, sonst hab ich morgen vielleicht auch keinen Plan, wegen Übermüdung.....
Mit ganz lieben Grüßen und verlier jetzt nicht den Mut und vor allem behalte Deinen Hoffnung
Elke
