Hallo,
mein SH-Beagle-Mix hat seit ich denken kann, vermehrten Haarausfall. Seit ca. 1-2 Jahren kam erhöhte Talg- und Schuppenbildung hinzu. Ungefähr seit dieser Zeit stolpert er auch sporadisch über den Vorderlauf. Diverse TA-Besuche brachten weder eine eindeutige Diagnose noch die gewünschte Therapien.
Vor einem Jahr wies eine Blutuntersuchung einen viel zun niedrigen Cortisolspiegel aus. Zunächst Verdacht auf Nebennierentumor. Wurde aber nicht bestätigt. Röntgen der Lunge und des Herzens zeigte keine Auffälligkeiten.
Mein Hund begann zu riechen. Sein Schlafplatz und seine Umgebung rochen sehr unangenehm. Viel später wurde festgestellt, dass er eine bakterielle Infektion der Haut hatte. Bäder mit einen antibakteriellen Shampoo sollten helfen. Tatsächlich blühte unser Schatz nach dem Bad sichtbar auf, obwohl er Baden schrecklich findet. Er wurde auch wieder häufiger gestreichelt, denn der unangenehme weiße Film an den Händen nach jedem Streicheln und der üble Geruch verschwanden.
Dann kam die Kälte und wir konnten die wöchentlichen Bäder nicht mehr fortsetzen, auch wegen seiner Arthrose. Im November diesen Jahres bekam Charly einen Hot Spot, den er sich blutig geleckt hat. Daraufhin erfolgte eine Behandlung mit Hydro-Cortison und Antibiotikum sowie Kragen. Zur Sicherheit wurde ein Blutbild gemacht. Ergebnis: Alle Werte soweit ok, aber Verdacht auf Milztumor wegen Anemie. Rötgen zur Abklärung sollte erfolgen. Der Hot Spot verheilte gut. Als der Kragen versuchsweise abgenommen wurde, leckte er sich innerhalb 5 Minuten eine neue Stelle blutig. Erneute Behandlung mit Hydrocortison und Kragen erfolgte. Die Stelle verheilte bald. Nun ist Januar und wir versuchten es erneut ohne Kragen. Sofort fand er eine neue Stelle, die blutig geleckt wurde. Ein erneuter Gang zum TA, auch um den Milztumor abzuklären, ergab nun dass er sich Sarcoptes Milben gefangen hat. Der Bluttest ergab einen Sarcoptes Titer von 55. Ein Hautgeschabsel wurde nicht untersucht.
Wie lange hat Charly wohl schon unerkannt diese Milben?
Am letzten WE waren wir schon soweit, ihn von seinem Leid zu erlösen. Wir sind überfordert mit der Menge an Symthomen und Diagnosen, die dann wieder verworfen werden und wissen nicht, wie wir ihn behandeln sollen. Gegen die Grabmilbe sollten laut TA1 erneut Bäder erfolgen. Das Fell dürfte jedoch nicht gefönt werden, so der TA. Wie soll er bei dieser Kälte, mit seiner Arthrose die Bäder schadlos überstehen?
Ein zweiter Tierarzt und eine THP wurden zurate gezogen. Eine THP verordnete uns Phytocortal 3 x tgl. 15 Tropfen, gegen den Juckreiz. Der TA Besuch machte uns neuen Mut. Er bekam ein Spritze gegen die Milben und soll nun 4-6 Wochen, wöchentlich eine Injektion erhalten. Das erschien uns machbar. Aber was ist mit Nebenwirkungen für Nieren und Leber? Die TA1 meinte, das sei zu vernachlässigen. Wichtig sei, dass er die Milben loswerde.
Eine THP empfahl uns heute als Begleittherapie Sulfur C 30, 25 Globuli, 2 x pro Woche. Phytocortal soll auf 3 x täglich 30 Tropfen erhöht werden, um den Juckreiz zu nehmen.
Mein Eindruck ist, dass das Phytocortal dazu beiträgt, dass unser Charly nun in jeder bis jeder zweiten Nacht inkontinent ist und in die Wohnung uriniert. Unser Wohnzimmer ist zur Hundetoilette geworden und das Holzparkett hat schon sichtbare Spuren. Außerdem erbricht er in letzter Zeit viel öfter als früher.
Ich bin wirklich verzweifelt, weil ich nicht weiß, ob er noch genügend Lebensqualität hat und ob wir diese Milben mit dieser Therapie wirklich loswerden.
Außerdem bin ich mir nach dem Lesen einiger Beiträge hier im Forum nicht sicher, ob die angeratene Dosierung von Sulfur C30 in dieser Höhe erfolgen sollte und ob die Gabe von Hydrocortisol sinnvoll ist.
Ich habe große Hoffnung, hier im Forum die kompetente Hilfe zu finden, die ich in unserer Umgebung so sehr vermisse.
VIele Grüße
Sanni ![]()
