Wie wirken Pilze laut TCM ?



  • Hallo Urs,
    ob Extrakt oder Pulver einen unterschiedlichen Einfluss auf Yin und Yang haben, ist mir nicht bekannt, aber nicht auszuschliessen.
    Ich habe nur praktische Erfahrungen mit Gano Extrakt. Die Firma, von der ich beziehe, produziert einen Extrakt eines 3 Monate alten Pilzes und einen Extrakt eines 3 Wochen alten Pilzes, beides natürlich Ganoderma lucidum, in Kapselform. Die Kapseln haben den Vorteil, dass sie geschmacksneutral sind und das Extraktpulver vor äusseren Einflüssen/Verunreinigungen schützen. Beide Formen werden normalerweise in Kombination verabreicht. Warum? Der unterschiedliche Reifegrad, 3 Monate vs. 3 Wochen, lässt den Pilz unterschiedliche Substanzen ausbilden. Vergleichbar ist das mit einer jungen, grünen Mangofrucht und einer reifen, gelben. Die Grüne ist sauer, denn sie enthält viel Vitamin C, während die Reife das meiste Vitamin C abgebaut hat zugunsten von Fruchtzucker. Daher schmeckt sie süß. So enthält auch Ganoderma in seinen verschiedenen Reifestadien verschiedene Inhaltsstoffe. Grob gesagt ist der 3 Monate Gano der Entgifter und der 3 Wochen Gano der Balancierer und Aufbauer.
    Auf den Philippinen wird sehr viel löslicher Kaffee getrunken. Daher bietet der Produzent einen Ganokaffee an, der dort reichlich Zuspruch findet. Der Kaffee enthält nur 0,06% Koffein und scheidet damit als Schlafbremse aus. Ich habe einige Gichtpatienten, die kaum Wirkung auf Allopurinol zeigten, mit diesem Kaffee versorgt (2 hatten schon extreme Schwellungen und Deformationen der Füsse. Laufen war kaum noch möglich). Bei allen diesen Leuten liess der Leidensdruck schon nach wenigen Tagen deutlich nach. Die Schmerzen verschwanden praktisch nach mindestens 14 Tagen komplett und nach 3 Monaten zeigten die 2 Extremfälle keine Schwellungen mehr an den Füssen und die Deformationen waren fast vollständig zurückgegangen. Das Laufvermögen war auch fast wieder normal.
    Als angenehme Nebenwirkung wurde mir auch berichtet, dass sich die Schlafqualität und -intensität verbessert hatte. Ich mag aber nicht entscheiden, ob das auf einer Verstärkung des Yin beruhte oder darauf, dass ganz einfach die Schmerzen in den Gliedern nachliessen... oder beides.
    Und noch eine Geschichte am Rande: der eine Extremfall war ein Mann, der sich seine Gicht
    aufgrund seines regelmässigen Alkoholkonsums redlich verdient hatte. Mit zunehmenden Leiden hatte er dem Alkohol entsagt und seine Frau war richtig happy darüber. Dann kam Ganodolon mit seinem Kaffee, der dem Herrn wieder auf die Beine half, und diese Beine halfen dem Herrn wieder Schnaps einkaufen zu gehen und... anfallsfrei weiterzusaufen! Seine Frau spricht seitdem kein Wort mehr mit mir :evil: . Es ist also nicht alles Gano, was glänzt.
    Prost!
    Gan;)dolon

  • Hallo Ganodolon!
    :) ich finde schon, dass der Gano geglänzt hat - nur glänzt deshalb noch lange der Benutzer nicht............... :)


    Gibt es noch andere relevante Reifungsgrade? Dann würde die Sache ja wieder ziemlich kompliziert - übertragen auf alle Pilze.......
    LG bela

  • Hallo Bela,
    andere Reifungsgrade wird es mit Sicherheit noch geben, weil die Übergänge fliessend sind. Was wichtig ist, den Pilz dann zu ernten, wenn bestimmte Inhaltsstoffe, die man haben möchte, die höchste Konzentration erreichen. Und da bestimmte Stoffe, wie Uridin/Uracil, die Nerven- und Muskelgewebe reparieren können, nur im Frühstadium, vorkommen, muss man weitaus früher ernten, als normal. Der 3 Wochenwert ist eine empirische Größe, die Dr. Lim mit seinem Team ermittelt hat, ebenso der 3 Monatswert. Erst später reichert sich z.B. Ganodermadiol an, ein Triterpene, das wie ein ACE Hemmer wirkt und damit den Blutdruck senkt. Also muss man hier nach 3 Monaten ernten.
    http://www.nammex.com/Mushroom…ctiveCompoundsReishi.html zeigt einmal die wichtigsten aktiven Inhaltsstoffe von Gano, die auch weitestgehend dem Reifegrad entsprechen, also "fruit body" entspricht den 3 Monaten und "Mycelium" den 3 Wochen. Dies ist der Grund für dieses 2gleisige Vorgehen, will man alle (oder die meisten) Wirkstoffe ergattern.
    Petra,
    Zur Frage ob Extrakt oder Pulver kann ich, wie gesagt nicht viel beitragen. Extrakt ist halt fast 20 mal konzentrierter in den Inhaltsstoffen im Vergleich zu Pulver und erleichtert somit die Einnahme, wenn man hoch dosieren will. Extrakt läßt sich gut in Kapseln unterbringen, die geschmacksneutral sind und den Inhalt vor Verunreinigungen schützen. Gano ist ein natürlicher Entgifter, der auch in freier Natur dem Boden und der Luft die Verunreinigungen entzieht. Deshalb sehen die wilden Ganos nicht unbedingt gut aus, weil die Belastung sie verkümmern lässt. Treibhausganos sind vor all den Einflüssen geschützt und daher unbelastet, was sich günstig auf die medizinische Qualtiät (und Aussehen) auswirkt. Wenn man Pulver dann nicht sorgfältig behandelt besteht immer die Gefahr der Verunreinigung, was den Entgiftungseffekt beeinträchtigt. Theoretisch könnte es sein, dass man sich ver- statt entgiftet, aber, naja, das ist dann doch vielleicht zuviel des Schlechten...?(
    lg. Ganod:Dlon

  • Hallo Ganodolon,


    jetzt nach deinem Einstand mit einer Runde Gano macht auch dein "Nick" für mich Sinn.
    Eine schöne Überraschung, besonders mit dem Gichtler, wo der Schuß leider nach hinten losging.... :D, nachdem du den Geist aus der Flasche gelassen hast....


    Danke für deine interessanten Erfahrungs- und Erlebnisberichte. Ich glaube, wir würden uns alle über mehr davon freuen.
    Lg
    Sarah

  • oops...
    da fällt mir doch noch was zu diesem Thema ein:
    So viel ich weiß, ist Dr. Lim der einzige, der sich die Frage nach dem Reifungsgrad und den damit verbundenen Inhaltsstoffen gestellt hat und da zu sehr interessanten Ergebnissen gekommen ist. Es entspricht wieder einmal dem Prinzip, die Natur zu beobachten und zu verstehen, denn was für Früchte gilt, warum soll das nicht auch für Pilze gelten?
    Von daher ist für mich die Frage nach Extrakt oder Pulver eher zweitrangig, da beide (sehr wahrscheinlich) aus der gleichen Ernte produziert werden. Wenn ich mich recht erinnere, rät Dr. Lim zum Pulver, wenn man Ballaststoffe benötigt und nicht unbedingt hoch dosieren muss. Aber die Basis für eine "Gano Kur" bleibt die Einnahme von RG und GL (= 3 Mon. und 3 Wochen) Kapseln, die je nach Indikation und Schweregrad unterschiedlich hoch dosiert werden. (bei Krebs im Endstadium werden minimum 20 RG und 20 GL pro Tag gegeben)
    That's it
    Gan?(dolon

  • Kitana + Bela,
    20 RG und 20 GL, ja. Vielen konnte geholfen werden. Ich selbst hatte aber noch keinen so extremen Fall. Aber Gano ist sicher, weil es kein Medikament der westlichen Schule ist. Man kann sich nicht mit Gano umbringen, es sei man läßt sich eine Kiste voll Ganoflaschen auf den Kopf fallen.... Gano ist ein (Super)Nahrungsmittel, das alle notwendigen Materialien liefert, damit der Körper sich selbst heilen kann. Und wenn viel kaputt ist, dann braucht man auch mehr Material zum Reparieren...
    Gina,
    Der Kaffee ist nicht in Deutschland erhältlich. Ich könnte aber nachbestellen und an Dich weiterleiten. Wird allerdings ein bischen dauern.
    lg. Ganodolon

  • Shiitake:


    verbessert das Qi ( die Lebensenergie) und verhindert das es verdorrt.
    Er heilt Erkältungen und durchdringt das Blut, er ist gut bei Herzproblemen, bei allen bösartigen Erkrankungen und wirkt als Stärkungsmittel.


    Eine weitere wichtige Tatsache ist der Umstand, daß Shiitake den Körper dabei hilft das Blut alkalisch zu machen. Der optimale Wohlfühlbereich des menschlichen Blutes liegt bei einem ph-Bereich zwischen 7,3 und 7,45, d.h. schwach basisch.


    Säurenbildner:


    Alkohol
    Weißmehlprodukte
    Kaffee und schwarzer Tee ( Gerbsäure)
    Fleisch ( Harnsäure)
    Süßigkeiten und Fett Gepökeltes ( Salpetersäure)
    Farbstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Umweltgifte


    Um die dadurch entstehenden aggressiven Säuren abzupuffern, verbraucht der Organismus basische Substanzen aus den köperlichen Basendepots z.B. den Knochen, Knorpeln, Haaren usw. Als Abfallprodukt entstehen bei diesem Prozeß Salze, die sich als Schlacken im Körper ablagern, besonders im Bindegewebe, in Drüsen und Gelenkkapseln. Auf Dauer entwickeln sich durch die zunehmende Verschlackung viele sogenannte Zivilisationskrankheiten.


    Aus diesem Grund sollte eine gesunde Ernährung verstärkt darauf bedacht sein, basische Nahrungsmittel in den Speiseplan aufzunehmen.


    frisches, sonnengereiftes Obst
    schwarzer Johannisbeersaft
    milchsauer Vergorenes
    Kräutertees
    frisches Gemüse
    Hirse
    Vollkornreis
    Algen und Spirullina
    Soja
    Shiitake

    =)Traude


    Zitat

    Nimm Dein Schicksal endlich selbst in die Hand!!!

  • hallo traude, :)


    vielen dank, für den bericht, ist echt lesenswert.


    nur leider gibt es viel zuwenig basische lebensmittel :rolleyes:


    da muß man immer darauf achten, ausgewogen zu essen. :]

  • Hallo Gina!


    Trink täglich 1 Glas Sojamilch und esse die Pilze, dann ist Dein Säure-Basen Haushalt im Gleichgewicht. Vor allem Shiitake soll sehr basisch sein und auch sehr lecker schmecken. Ich würze alle Soßen. die ich mache mit Reishi und Shiitake, somit hat meine Familie auch was davon!!! :) :) :)

    =)Traude


    Zitat

    Nimm Dein Schicksal endlich selbst in die Hand!!!

  • uih traude, :) :) :)


    das ist ja supi, dann lebe ich ja total gesund :) :) :) ( trinke soja milch)


    danke für den tip mit dem würzen. :) :)

  • So, ich habe mich jetzt dazu entschieden die Liste nicht per Mail zu versenden, sondern Sie hier einzustellen, denn dann hat jeder was davon, den es interessiert.


    CORDYCEPS SINENSIS


    Geschmack süß, trocken
    Energie warm
    Meridian Lunge,Niere
    Wirkung nährt Lungenyin, tonisiert Yang und Qi, im besonderen
    Nierenyang, beseitigt Schleim, stopp Blutungen, beruhigt Emotionen.


    Anwendung: Impotenz, Rückenschmerzen, Gelenkschmerz, chronischer Husten,
    Müdigkeit, Keuchen,Asthma


    REISHI / GANODERMA LUCIDUM


    Geschmack süß
    Energie warm
    Meridian Magen, Milz, Lunge, Herz
    Wirkung tonisiert Qi, nährt das Blut und beruhigt den Geist,
    Anwendung Müdigkeit, schwacher Appetit, Schlaflosigkeit, Schwindel,
    Krebs, Lebererkankungen


    CORIOLUS VERSICOLOR


    Geschmack süß
    Energie leicht warm
    Meridian Milz,Herz
    Wirkung tonisiert Qi, nährt das Blut und beruhigt den Geist
    Anwendung Lungenerkrankungen, Müdigkeit und chronische Erkrankungen


    SHIITAKE / LENTINULA EDODES


    Geschmack süß
    Energie neutral
    Meridian Magen, Milz, Lunge
    Wirkung tonisiert Qi und das Blut
    Anwendungen Müdigkeit, Schwindel, chronischer Husten, Allergien,
    Erkältungsanfälligkeit


    MU ER / AURICULARIA POLYTRICHA / JUDASOHR


    Geschmack süß, fade
    Energie neutral
    Meridian Leber, Milz
    Wirkung tonisiert Qi, nährt und bewegt das Blut und stopp Blutungen
    Anwendungen Blutungen im Uterus, Bauchschmerzen


    EICHHASE / GRIFOLA UMBELLATA / POYLPORUS UMBELLATA


    Geschmack süß, fade
    Energie etwas kühl
    Meridian Milz, Blase, Niere
    Wirkung beseitigt Feuchtigkeit und Ödeme
    Anwendungen Schwierigkeiten bei der Miktion, Ödeme, Dysurie, Diarrhoe,


    Ikterus, übermäßiger vaginaler Ausfluss

  • Hier nun noch ein Nachtrag zur TCM über Cordyceps, Reishi und Shiitake´für unsere TCMler!


    Cordyceps:


    er stärkt Lunge und Niere, Qi und Blut. Er unterstützt von seiner Natur her Ying und auch Yang und ist besonders wichtig, da er die Essenz zu nähren vermag.


    Reishi:


    Dringt in Magen, Milz, Lunge und Herz ein. Er tonisiert Qi, nährt das Blut und beruhigt den Geist. Im Gegensatz zu Cordyceps bezieht sich seine Wirkung ausschließlich auf das nachhimmlische Qi. In mehrerlei Hinsicht kann er als Äquivalent für die Rezeptur Gui Pi Tang angesehen werden, wobei er zusätzlich die Fähigkeit besitzt, das WeiQi zu tonisieren.


    Shiitake:


    Vermehrt die Qi und Blut kräftigen Eigenschaften, reguliert darüber hinaus auch noch Feuchtigkeit im Körper, welche häufig als Gefolge einer Qi,- Blutleere auftritt.


    Neben diesen Einzelwirkungen besteht der Gesamteffekt der Kombination darin, das Qi sehr stark zu tonisieren und das Blut zu nähren, während gleichzeitig die Nieren unterstützt werden und der Geist berughigt wird.


    Aus der Perspektive der TCM ist diese Kombination ein ideales Mittel zum Abbau von Stress für Menschen, die täglich einen sehr hektischen Lebensstil pflegen.


    Zusammengestellt von Apoth. W. Cornelius Copyright 2001