Extrakt oder Tabletten? Was ist wohl richtiger?

  • hallo erstmal!


    Habe zufällig im reformhausblatt von vitalpilzen gelesen und war sehr davon angetan.Das ist hier eine tolle Seite.
    Nach vielem Lesen hier im Forum glaube ich, dass bei meiner ständigen Müdigkeit (Blutwerte sind alle absolut in Ordnung), meiner Lustlosigkeit, kann mich zu nichts aufraffen,
    und meinem geschwächten Immunsystem und vegetativem Nervensystem Reishi und Hericium passend wären.
    Ich hatte einen heilpraktiker, der mich lange mit Schüssler behandelt hat. Hat gewirkt, aber nicht nachhaltig.


    Ich bin jetzt aber unsicher, ob ich ein Pulver oder Kapseln nehmen soll. Habe den Unterschied nicht richtig verstanden. ?(


    Vielleicht kann mir das noch jemand genauer erklären.


    Ich habe mit im Reformhaus von Terra Mundo Hericium- Kapseln gekauft. Reishi mussten sie erst bestellen.


    Aber ich hab mich noch nicht getraut, sie zu nehmen.


    Vielen Dank einstweilen



    carola

  • Hallo Carola


    sei in der Runde der Pilzler herzlich willkommen!


    Bei Deiner Symptombeschreibung fällt mir eigentlich spontan die Kombi Cordyceps (Raupenpilz), um der Müdigkeit und Lustlosigkeit ein Schnippchen zu schlagen, und Reishi um Dein Immunsystem zu stärken, ein.


    Mit Sicherheit werden sich auch unsere lieben Expertinnen zu Wort melden.


    Schönes Wochenende.

  • Hallo Carola,



    ich bin auch der Meinung , daß der Cordyceps Extrakt das Richtige für Dich wäre ( Dosierung 1-1-0 Kps. pro Tag).


    Cordyceps Extrakt ist ein super reines und wirksames Produkt, weil hier Myzel (Pilzgeflecht) auf sterilem Nährboden gezüchtet wird -


    und dann zu Extrakt verarbeitet wird.


    Hericium würde eher passen , wenn Du Wechseljahrbeschwerden hättest, Magen- Darmprobleme, Schmerzen oder Schlafstörungen ....


    in Deinem Fall bei Müdigkeit und Lustlosigkeit solltest Du eher Reishi (Kombination Pulver/Extrakt) oder Coriolus (Extrakt) dazukombinieren.


    Beide bringen zusätzliche Energien ins System, wobei der Reishi schon der Klassiker gerade für die Langzeiteinnahme ist.


    (Reishi comb. Pulver/Extrakt 3 x 1 Kps/d 1-1-1).


    Die Pulver aus dem gesamten Fruchtkörper sind eher als präventive Mittel anwendbar, während wir mit den Extrakten signifikant höhere therapeutische Wirkung und vor allem steuerbare Wirkungen erzielen können - Du kannst aber dazu hier im Forum z.B. in der Rubrik "Allgemeines" auch Beiträge entnehmen, die sich ausführlich mit dem Unterschied Pulver versus Extrakt befassen.



    LG- Jim

  • Hier noch ein Nachtrag zum Thema Produktsicherheit/ Pulver versus Extrakt:







    Ein sehr wichtiger Punkt bei dem Thema Qualität und Wirksamkeit sind vor allem die Qualitätsanalysen – alle Chargen der Pulver und Extrakte werden standartisiert geprüft auf Verunreinigungen, Schwermetalle, Pestizide – nur dann ist die für den Therapeuten und Patienten erforderliche hohe Produktsicherheit gewährleistet.Grundsätzlich ist es nicht primär ausschlaggebend, w o h e r Pilzsubstanzen kommen – es muß zunächst die Güte, Authentizität und feinstoffliche Zusammensetzung von akkreditierten Labors im Inland geprüft worden sein , dann erst kann der Therapeut sicher sein, Präparate zu bekommen, die hochqualitativ bzw. hochrein sind und auch die geforderten gesundheitsrelevanten Wirkungen zeigen. Tests haben ergeben , dass nur die Kultivierung bestimmter Pilz - Stammlinien zur Gewinnung und Herstellung hocheffektiver Pilzpräparate führt .So kann ein Reishi- Pilz aus China einem anderswo auf der Welt gezüchteten Pilz in seiner Wirkung signifikant überlegen sein, ebenso ein Extrakt aus dem Myzel (= Geflecht oder eigentlicher unterirdisch wachsender Pilzanteil) eines Pilzes dem Pulver aus seinem fast unbezahlbaren Fruchtkörper -. wie z.B. im Falle des Reishi und besonders des Cordyceps- Raupenpilzes….Auch extrahierte Wirkstoffe aus den Pilz - Sporen können z.B. durch einen hohen Glycolipidanteil therapeutisch hochpotent sein --- aber alle in der Probe enthaltenen Wirkstoffanteile müssen im Vorfeld extensiv analytisch bestätigt worden sein, um prognostische Aussagen über eintretende und erwünschte klinische Effekte machen zu können.




    A l l e entscheidenden wissenschaftlichen Studien zu der Wirkung von Pilzinhaltsstoffen wurden mit Extrakten durchgeführt.




    Der holistische Denkansatz ist bei Einsatz der reinen Pilzpulver nur partiell richtig – „viele Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme und wertvolle sekundäre Inhaltsstoffe , eine somit perfekt abgestimmte Naturkomposition…“. Für eine sinnvolle Nahrungsergänzung und präventives Gesundheitsmanagement ein durchaus zulässiger Gedanke – allerdings kann der hohe Anteil an Aminosäuren, Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und sekundären Inhaltsstoffen in den Pilzpulvern neben der geringeren Wirksamkeit auch zu gravierenden Belastungen des Organismus führen ( z. B. Kaliumzufuhr bei Niereninsuffizienz , Jodzufuhr bei Schilddrüsenerkrankungen etc.).Der Selen-, Magnesium- und Zinkgehalt der meisten Vitalpilzpräparate reicht nicht aus, um manifeste Mangelzustände auszugleichen.




    Besonders geeignet sind daher Kombinationen von Vitalpilzextrakten mit Orthomolekularen Präparaten, Vitamin- und Enzympräparaten!Mycologen und Biochemiker sind der Meinung, dass bestimmte Inhaltsstoffe im Pulver aus dem gesamten Fruchtkörper des Pilzes eine Art „Co-Enzymfunktion“ für die Wirkungsentfaltung der Beta-D- Glukane , Triterpene , Glycolipide etc. haben könnten – ähnlich einer „Startsubstanz“ und evt. als Transport-, Bindungshilfe oder als 3D- Struktur Manipulatoren für die großmolekularen Wirkstoffe.


    Aus diesem Grund ist die Kombination von geringen Pulvermengen mit Extrakt in Präparaten - besonders sinnvoll !Die wesentlichen und wissenschaftlich b e w i e s e n e n Wirkungen z. B. aufs Immunsystem oder auf Stoffwechselprozesse sind nach einstimmiger Expertenmeinung den Pilzglukanen und Di- und Triterpenen zuzuschreiben – diese bekommt man in ausreichender Konzentration, Wahrung der Tertiärstruktur und mit entsprechend guter Bioverfügbarkeit nur durch komplexe, behutsame Extraktionsprozesse mit Gewinnung hochreiner, inhaltlich steuerbarer Pilzextrakte.




    Therapeuten nutzen bisher aus folgenden Gründen vorwiegend die Extrakte:


    1. zu geringe Effekte des puren Fruchtkörperpulvers im therapeutischen Segment


    2. wegen den erforderlichen großen Applikationsmengen von Pilzpulver ( 5 bis 15 Gramm und mehr pro Tag), wenn man therapeutisch tatsächlich Effekte erzielen möchte und wegen größeren Unverträglichkeiten und möglichen allergischen Erscheinungen, da das Pilzpulver von den Lippen über Speiseröhre und Magen den gesamten Gastrointestinaltrakt großflächig tangiert.


    3. bestehen zudem z.B. Einschränkungen in der Nieren –oder Leberfunktion, ist die große Menge an sekundären Inhaltsstoffen in den Pilzpulvern für den Patienten sogar fallweise kontraindiziert. ( z.B. Kaliumwert !)


    4. bei der mechanischen Aufbereitung des Pilzpulvers bleiben die wesentlichen Wirkstoffe wie die Beta –D- Glukane zum Teil im Chitingerüst der Zellen eingebettet, was zu einer erhöhten Ausscheidung über den Darm und damit zu einer deutlich geringeren Bioverfügbarkeit sowie Effektivität führt.


    5. Ziel ist es, diejenigen Inhaltstoffe gezielt steuerbar anzureichern , die der Therapeut für seine unterstützende Behandlung braucht. Dies geschieht nur in den speziellen Extraktionsverfahren, die auch in der Phytotherapie das klassische Mittel zur Herstellung von Wirkkomplexen darstellen.


    6. in Zusammenarbeit mit einer großen Laborgemeinschaft wird im „Projekt 2013“ seit mehreren Jahren objektiv die immunologische Kompetenz von „biological response modifiers“ – allen voran den Vitalpilzen - mit speziellen Immunmodulationstests , NK- Funktionstests, Makrophagenaktivierungstests, Zytokin- /Interleukinmuster- Analysen und Th1- TH 2 Balance - Analysen getestet. Es ist damit eine durch Pilzsubstanzen mögliche gezielte Immunmodulation in beiden Richtungen – zur Förderung der zellulären, wie auch der humoralen Abwehrmechanismen und zur Balancierung eines hyperaktiven Immunapparates bewiesen worden.


    Eindeutig übertreffen bei diesen Labortests die Extrakte die Wirkungen des Pilzpulvers – nicht nur in der der Immunmodulation, sondern auch in der klinischen Überprüfung anderer erwünschter Pilzwirkungen , wie metabolischen, antioxidativen, antitumoralen, antiinflammatorischen und sonstigen Effekten.Frau Prof. Lindequist von der Universität Greifswald hat zahlreiche Untersuchungen zu den Wirkungen von Pilzinhaltsstoffen – vielfach an Zellkulturen - durchgeführt. Zuletzt hat sie auf einem Kongress in Bonn 2008 die Wirkung von Shiitake und Maitake Extrakten auf die Osteoblastentätigkeit bei Osteoporose nachgewiesen......




    Frau Prof. Lindequist von der Uni Greifswald schreibt:Zu der Frage "Extrakte":
    „Eine Agitation gegen Extrakte ist mir völlig unverständlich. Extrakte sind die gängige Zubereitungsart für pflanzliche und pilzliche Drogen, die als Arzneimittel oder auch Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Je nach Extraktionsmittel, Extraktionstemperatur usw. kann die Zusammensetzung des Extrakts gesteuert werden. Unerwünschte Bestandteile können entfernt werden. Im Unterschied zum pulverisierten Material, das allenfalls gestreckt oder gemischt werden kann, können Extrakte viel besser variiert und standardisiert werden. Fast alle analytischen Untersuchungen erfordern im 1. Schritt die Extraktion des Materials. In pflanzlichen Arzneimitteln, sogenannten Phytopharmaka, gilt der "Extrakt" als Wirkstoff. In jedem modernen Lehrbuch der Pharmazeutischen Biologie kann man darüber nachlesen“

  • Hallo Ihr Lieben!


    Da ich den Hericium nun schon habe, nehme ich ihn auch, weil ich vor 4 wochen Antibiotikum bekommen habe.


    Danach will ich es mal mit Cordiceps und Reishi probieren. Danke für die Tipps.


    Donnerstag will ich auch mal mit meiner Qi Gong Lehrerin darüber sprechen und nach speziellen Übungen fragen.


    Denn wenn ich nicht gerade müde bin, rennt bei mir immer so ein innerer Hamster und lässt mich nicht zur Ruhe kommen.


    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart


    Carola

  • Hallo Carola!


    Erstmal noch ein herzliches Willkommen im Forum von mir. Und dann meine Frage: wie ist denn Dein Serumeisenwert und Dein Ferritin (Eisenspeicher)?


    Wenn Du zwischen Müdigkeit und "innerem Hamster" (sehr nett und bildlich ausgedrückt übrigens ;) ) schwankst, könnte ich mir vorstellen, dass Du eine Eisenmangelanämie haben könntest. Das würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall abklären lassen.


    Ich bin schon auf Deine Rückmeldung gespannt. Und bis dahin lass Dir den Hericium gut schmecken :) !


    Liebe Grüße


    Corinna

  • Hallo Carola,


    auch von mir noch ein herzliches Willkommen! Ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen und würde Dir in jedem Fall empfehlen Ferritin und Eisen abklären zu lassen. Gerade auf das Thema Ferritin muss man die Ärzte immer wieder selber hinweisen und sich auch durchsetzen dass der Wert untersucht wird.